Berentzen CEO Frank Schübel verlässt den Spirituosen-Hersteller

Dienstag, 03. Januar 2017
Frank Schübel
Frank Schübel
Foto: M.Herdlein
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Das ist eine Überraschung. CEO Frank Schübel verlässt die Berentzen-Gruppe. Der Manager wird seinen Vertrag, der am 30. Oktober endet, nicht verlängern.  Er kann sich aber einen Wechsel in den Aufsichtsrat vorstellen. Das teilt das Unternehmen heute mit.
Vor ein paar Wochen zeigte sich Frank Schübel noch gutgelaunt bei verschiedenen Branchenveranstaltungen. Von Abschied war da nichts zu spüren. Um so überraschender ist, dass der Marketingmann nun seinen Rückzug ankündigt. „Nach mehr als vier Jahren in der Führung der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft habe ich mich für eine Veränderung aus persönlichen Gründen entschieden", erklärt Frank Schübel seine Entscheidung. "Ich übergebe meine Verantwortung in einer Situation, in der die Unternehmensgruppe strategisch und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist." Seit November 2012 ist der 52-Jährige für das Traditionsunternehmen mit Sitz in Haselünne tätig. Bereits im Januar 2013 stieg er zum Vorstandssprecher auf und verantwortet seitdem die Ressorts Marketing, Vertrieb, Produktion & Logistik, Einkauf, Unternehmenskommunikation, Forschung & Entwicklung.

Seitdem hat Schübel daran gearbeitet, die Marke zu verjüngen, mit neuen Produkten frische Zielgruppen und Geschäftsfelder zu erschließen und Berentzen ein frischeres Image zu geben. Der Umsatz der Gruppe lag 2015 bei 158,5 Millionen Euro, 2012 bei seinem Amtsantritt waren es noch 147,7 Millionen Euro gewesen. Noch entscheidender aber war: Der Gewinn vor Steuern und Zinsen kletterte im Jahr 2015 um 47 Prozent auf 7,6 Millionen Euro. „Wir sind heute kein problembehafteter Hersteller von Traditionsspirituosen mehr, sondern ein breit aufgestelltes Getränkeunternehmen“, sagt Vorstandschef Schübel im Frühjahr 2016 bei der Präsentation der Jahreszahlen. Seitdem hat sich einiges geändert. Im September stieß Aurelius seine letzten Anteile an dem Spirituosen- und Getränkehersteller ab. Der Finanzinvestor hatte 2008 das Familienunternehmen übernommen. Neuer Ankerinvestor ist derzeit
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So ganz will sich Schübel von Berentzen aber nicht trennen. Er kann sich vorstellen, in den Aufsichtsrat des Unternehmens zu wechseln. „Um hier ein klares Signal für eine Fortsetzung der erfolgreichen Strategie in der Führung zu setzen, werde ich mich gerne für ein Aufsichtsratsmandat zur Wahl stellen, sofern dies von den Aktionären gewünscht wird", erklärt er. Derweil wird er sich beruflich neu orientieren. Vor seinem CEO-Job bei Berentzen war er Geschäftsführer bei Weihenstephan gewesen. Von 2004 bis 2007 verantwortet er die Konzernmarkenführung bei der Deutschen Bahn, davor war er  Marketingdirektor Süßwaren und Direktor Corporate Marketing bei Nestlé Deutschland. Seine Karriere hatte er der Werbeagentur Young & Rubicam begonnen. mir
die niederländische Investmentgesellschaft Monolith - See more at: http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=107287#ref=rss Geschäftsführer für die Molkerei Weihenstephan tätig und hatte Führungspositionen bei der Deutschen Bahn AG und der Nestlé AG inne.
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