Beiersdorf Nivea-Konzern setzt Wachstum im 1. Halbjahr fort

Mittwoch, 07. August 2013
Der Hamburger Konzern bleibt auf Wachstumskurs
Der Hamburger Konzern bleibt auf Wachstumskurs


Die Strategie von Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich, stärker auf das Geschäft in Schwellenländern zu setzen, zahlt sich aus. Im ersten Halbjahr 2013 konnte der Hamburger Konzern bei nahezu allen wichtigen Kennzahlen zulegen - teilweise deutlich. So steigerte das Unternehmen den um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn (EBIT) um 11,2 Prozent auf 434 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte nominal um 3,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 287 Millionen Euro.
"Die konsequente Umsetzung der Blue Agenda in den vergangenen zwölf Monaten hat Beiersdorf einen deutlichen Schub gegeben. Es gelingt uns zunehmend, das Potenzial, das in unseren Marken und in unserem Unternehmen steckt, in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen", sagte Heidenreich anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen. Der CEO hatte das Amt vor einem Jahr übernommen und die Strategie stärker auf das Geschäft in Schwellenländern ausgerichtet, um die schwache Nachfrage in Europa auszugleichen.

Dem Umsatz nach scheint die Strategie aufzugehen: Während der Umsatz in Deutschland nur 2,7 Prozent über Vorjahr lag und im gesamten Westeuropa um 2,3 Prozent zurückging, zieht das Geschäft in Amerika deutlich an (plus 13,8 Prozent). Allein Lateinamerika mit dem Zugpferd Brasilien brachte ein Umsatzplus von 19,9 Prozent. Auch in der Region Afrika/Asien/Australien steigerte Beiersdorf seinen Umsatz um 19 Prozent. Dies sei vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung in China zurückzuführen, so Heidenreich.

Nivea wächst um knapp 7 Prozent
Nivea wächst um knapp 7 Prozent
Der Unternehmensbereich Consumer mit Marken wie Nivea, Eucerin und La Prairie wuchs in den ersten sechs Monaten organisch um 6,5 Prozent. Nominal erhöhte sich der Umsatz von um 3,1 Prozent auf 2,64 Millionen Euro. Nivea erzielte im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 6,8 Prozent, Eucerin 12 Prozent und La Prairie 5,3 Prozent.

Das EBIT ohne Sondereffekte konnte im Konsumentengeschäft auf 351 Millionen Euro gesteigert werden, nach 327 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBIT-Umsatzrendite stieg von 12,8 auf 13,3 Prozent im ersten Halbjahr 2013 und bewegt sich damit knapp unter den Konzernzahlen: Zusammen mit der Klebstoffsparte erreichte Beiersdorf eine Umsatzrendite von 13,7 Prozent (Vorjahr: 12,7 Prozent).

Der Dax-Konzern machte auch eine Prognose fürs Gesamtjahr: Ende 2013 soll das Umsatzwachstum bei 5 bis 6 Prozent und die operative EBIT-Umsatzrendite bei 12 bis 13 Prozent liegen. mh
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