Beats by Dre Jetzt gibt's für Jogis Jungs Gold auf die Ohren

Montag, 14. Juli 2014
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Ein goldener Pokal, fette Siegprämien und jetzt auch noch Gold auf die Ohren - die gefeierte Weltmeister-Elf von Joachim Löw kann sich derzeit nicht über einen Mangel an Ehrungen beschweren. Während es sich in den ersten beiden Fällen allerdings um den offiziellen Lohn für ein weltmeisterlich gespieltes Turnier handelt, steht hinter der letzten Auszeichnung Beats by Dre: Noch vor dem Finale hatte die Kopfhörer-Marke dem Gewinner von Supermodel Naomi Campbell ein "ganz besonderes Geschenk" versprechen lassen. Bei dem Geschenk handelt es sich um 24 Kopfhörer aus 24-karätigem Gold, die dem Team und seinem Trainer nach der Rückkehr nach Deutschland persönlich übergeben werden sollen. Damit konnte Beats by Dre erneut seinen Status als Referenzmarke der Spitzensportler untermauern. Pikant daran ist, dass der US-Marke dieser Marketingcoup ohne ein Engagement als Fifa-Sponsor gelang. Dagegen scheiterte der eigentliche Sponsor Sony bei dem Versuch, die Weltmeisterschaft als Bühne für die eigenen Kopfhörer zu nutzen. Obwohl Sony den Mitgliedern aller Mannschaften Kopfhörer schnekte, blieb die Ausbeute an PR-tauglichen Bildern eher dünn. Stattdessen musste die Fifa die Sportler im Verlauf des Turniers sogar noch einmal daran erinnern, dass Beats-by-Dre-Kopfhörer im Umfeld der Stadien nicht erlaubt waren.

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Mit den goldenen Kopfhörern verlässt die Marke allerdings genau genommen die Logik ihrer WM-Kampagne "The Game before the Game". Denn Beats by Dre hatte sich in seinem Marketing als Accessoire positioniert, das Spitzensportler nutzen, wenn sie kurz vor dem Spiel alles ausblenden müssen, um sich allein auf ihre große Aufgabe zu konzentrieren. In mehreren Werbespots hatte Beats speziell den Moment inszeniert, in dem Sportler mit dem Hass und der Kritik feindlicher Fans konfrontiert werden. Dieses Szenario ist derzeit für die deutsche Mannschaft allerdings eher unwahrscheinlich. Echten Bedarf an Kopfhörern hätte derzeit wohlk vor allem der Vize-Weltmeister Argentinien. cam


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