Baumarkt-Pleite Max Bahr ist insolvent

Freitag, 26. Juli 2013
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Max Bahr Baumarktriesen Hoffnungsträger Deutschland


Max Bahr ist insolvent. Nach der Pleite des Baumarktriesens Praktiker Anfang Juli ist nun auch die Tochter und Hoffnungsträger des Konzerns zahlungsunfähig. Das gab das Unternehmen gestern abend bekannt. Der Sog der Praktiker-Pleite war für Max Bahr zu stark. Damit stehen die derzeit 132 Läden des 1879 gegründeten Unternehmens ebenfalls vor dem Ausverkauf. Ein Warenkreditversicherer habe die Lieferanten von Max Bahr nicht mehr unterstützt. Dadurch sei die Versorgung der Baumärkte nicht mehr gesichert, teilte Praktiker zur Begründung mit.

Der Kirkeler Baumarktkonzern hatte Max-Bahr 2007 gekauft. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche Praktiker auf die gelbe Marke umgeflaggt worden, um vom Discount-Image wegzukommen. Doch statt zu neuen Ufern aufzubrechen, rutschte das Unternehmen endgültig in die Todeszone.  Erst im Februar war Max Bahr, der bis dato vornehmlich im Norden aktiv war und als der gesunde Teil des Praktiker-Konzerns galt, erstmals im Süden der Republik werblich aktiv geworden. Damals hatte der Konzern eine regionale Plakat- und Prospektkampagne mit dem Slogan "Deutschland wird gelb" gestartet.

Die Pleite hat auch Folgen für Zum goldenen Hirschen. Im April erst hatten die Hamburger Max Bahr in einem Pitch als Leadagentur gewonnen. Auf seiner Homepage wirbt Max Bahr im übrigen nach wie vor mit einem 30-prozentigen Hochwasser-Rabatt für alle Hochwasser-Geschädigten. Einen Rabatt hätte das Unternehmen bei seinen Gläubigern auch gut gebrauchen können. mir 
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