Bahnstreik Wie Europcar und Straub & Linardatos auf die nicht fahrenden Züge aufspringen

Freitag, 07. November 2014
Europcar nimmt den Bahnstreik zum Anlass für eine Marketingaktion
Europcar nimmt den Bahnstreik zum Anlass für eine Marketingaktion
Foto: Europcar
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Der Bahnstreik legt weiterhin weite Teile Deutschlands lahm - und hält die werbungtreibende Industrie weiter in Atem. Insbesondere Taxi- und Mietwagenfirmen springen auf die derzeit nicht fahrenden Züge auf, wobei Sixt der ungekrönte König in dieser Kategorie sein dürfte. Auch der Rivale Europcar möchte da nicht hinten anstehen und hat ein eigenes Motiv entworfen. Und eine Hamburger Agentur wechselt anlässlich der Streiks sogar in das Taxi-Metier.
Sixt spielte zur letzten Arbeitsniederlegung der Bahner im Oktober erst sehr charmant mit den Initialen der Lokführergewerkschaft GDL - Europcar geht einen ähnlichen Weg: Auf dem von der Hamburger Agentur Serviceplan Sales entworfenen Motiv ist "Geh Doch Lieber zu Europcar" zu lesen, die Anfangsbuchstaben der ersten drei Wörter sind groß geschrieben. Das Plakatmotiv ist seit heute auf digitalen Großflächen am Flughafen München und in der Lanxess-Arena in Köln zu sehen.
Sixt Bahnstreik
Bild: Sixt

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"Werbung mit einem gewissen Augenzwinkern, das ist es, was die Kommunikation von Europcar ausmacht", sagt Ingrid Johnson, Director Revenue & Capacity Management bei Europcar. Bill Biancoli, Geschäftsleiter bei Serviceplan Sales in Hamburg, ergänzt: "Das Motiv zeigt nur fünf Worte, die aber alles Nötige auf den Punkt bringen. Und das einfach, klar und aktuell." Auch wenn sich über die kreative Qualität der Idee vielleicht streiten lässt: Europcar verschafft sich auf diese Weise eine Stimme im Streik-Chaos. Die Konkurrenten von Avis, Hertz oder Buchbinder bleiben merkwürdig still. Wahrscheinlich brummt das Geschäft derzeit auch so.

Agenturchef Ion Linardatos betätigt sich als Aushilfs-Chauffeur
Agenturchef Ion Linardatos betätigt sich als Aushilfs-Chauffeur (Bild: Straub & Linardatos)
Bei Straub und Linardatos geht man einen anderen Weg, um den Bahnstreik für sich zu nutzen: Ion Linardatos, Chef der Hamburger Werbeagentur, chauffiert festsitzende Marketingentscheider von Hamburg aus zu ihrem nächsten Termin - Business-Talk inklusive. Damit verbunden ist natürlich die Hoffnung auf Neugeschäft: "Bevorzugt werden Entscheider, die aktuell über PR-Etats im nächsten Jahr nachdenken", heißt es auf der Homepage von Straub & Linardatos. Interessenten sollen sich via Direktnachricht auf der Facebook-Seite der Agentur melden. ire

Update vom 4.3.2016: Das oben abgebildete Logo entspricht inzwischen nicht mehr dem aktuellen von Europcar, war aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses redaktionellen Beitrags gültig.
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