Automarketing BMW begibt sich ins Spiele-Universum

Dienstag, 22. August 2017
BMW und Electronic Arts feiern die Weltpremiere des neuen BMW M5 in Need for Speed Payback
BMW und Electronic Arts feiern die Weltpremiere des neuen BMW M5 in Need for Speed Payback
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Dass einem am Eingang zur Kölner Messehalle Sturmtruppler aus Star Wars begegnen, zeigt schon, dass eine etwas andere Autopräsentation ansteht. BMW hat sich entschieden, vertrautes Terrain zu verlassen, und die Weltpremiere der neuesten Generation seines M5 auf der Gamescom zu feiern. Denn diesmal haben sich die Münchner mit Electronic Arts zusammengetan, die im November mit Payback den neuesten Teil ihres Rennspielklassikers Need for Speed auf den Markt bringen.
Der BMW M5 wird in seiner limitierten First Edition weltweit Teil des Rennspektakels. Damit können die NfS-Fans ihn bereits rund sechs Monate vor seinem Marktstart im nächsten Frühjahr digital Probe fahren. Das Fahrzeug wird zudem integral in den Story-Modus eingebettet werden, die Spieler kommen also auf jeden Fall mit der Marke in Kontakt. BMW und der Games-Publisher EA können schon auf eine längere Zusammenarbeit zurückblicken, die bis in die 1990er Jahre datiert. Auf dieser Basis entstand in den vergangenen Wochen und Monaten Stück für Stück die Idee einer gemeinsamen Präsentation.
Der M5 auf der Gamescom
Der M5 auf der Gamescom (© BMW)
Den Rahmen für die große Enthüllung des M5 bot am Montagabend die Presseshow von EA auf der diesjährigen Gamescom. Die Boxen dröhnen, an Spielestationen kann gezockt werden. Das gameaffine Publikum ist überwiegend jung, auch wegen ihm ist der Autobauer hier, der seine M-Reihe jünger positionieren will.

Während EA seine anderen Spieleneuheiten vorstellt, steht der mattrote M5 noch versteckt in einer Kiste neben der Bühne. Zur Mitte der Show ist dann Need for Speed: Payback an der Reihe. Aus dem Container ist das Röhren der Motoren zu hören, von Feuerwerk begleitet wird das Fahrzeug von DTM-Pilot Bruno Spengler und Spieleentwickler Marcus Nilsson auf die Bühne gefahren. Und auch die Reaktionen der Zuschauer sind etwas enthusiastischer als auf klassischen Autoshows. Ein Raunen geht durch die Halle, Beifall brandet auf und viele Besucher stehen auf und zücken ihre Smartphones, um das Fahrzeug ins Bild zu bekommen und - so sicherlich die Hoffnung der Veranstalter - auch sofort via Social Media zu verbreiten. Nach diesem Knalleffekt rund um das echte Auto ist dann der digitale M5 auf den Videoscreens in Action zu sehen.

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Wenn sich Marken eines angesagten Themas annehmen, gilt es genau auszuwählen, kann es doch sonst schnell aufgesetzt wirken. "BMW gehört seit den 1990er Jahren zu diesem Spiel dazu. Wir tauchen nicht in etwas auf, zu dem wir gar keine Berührung haben. Es ist natürlich, dass wir da sind", erklärt Tobias Weber, Leiter Entertainment Marketing und Internationales Product Placement BMW.

Auch wenn Games ein immer spannenderes Feld für die Autobauer werden, von den klassischen Autoshows wird sich BMWaber nicht gleich verabschieden. Der M5 wird deshalb auch auf der anstehenden IAA zusätzlich gezeigt werden. hor
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