Automarken im Netz Audi ist der Social-Media-König

Dienstag, 03. Februar 2015
Screenshot der Facebook-Fanpage von Audi Deutschland
Screenshot der Facebook-Fanpage von Audi Deutschland
Foto: facebook.com/AudiDE

Von den in Deutschland vertretenen Top-Autoherstellern bespielt Audi Facebook, Twitter und Youtube am besten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Webguerillas. Die Münchner Digitalagentur hat im vergangenen Jahr die Social-Media-Profile von Audi, BMW, Ford, Hyundai, Mercedes, Opel, Renault, Seat, Skoda, Toyota und Volkswagen untersucht.
Dabei ermittelt die Studie nicht nur die absoluten Zahlen in den einzelnen Kategorien, sondern setzt diese auch in Beziehung zu dem Aufwand, der dafür nötig war. Zur Bewertung hat Webguerillas 35 verschiedene KPIs zu vier Kernwerten verdichtet: Brand Punch (Engagement der Marken im Social Web), Brand Awareness (Größe und Aktivität der Community), Brand Applause (Zustimmung der User durch Likes oder Shares) und Amplification (Viralität des Contents). Den untersuchten Marken soll die Studie insofern wertvolle Insights liefern, als die eigene Performance im Vergleich zum Wettbewerb ausgewiesen wird. In den ersten drei Bewertungskategorien liegt Audi deutlich vorn. Die Ingolstädter bestechen nicht nur durch ihr großes Engagement im Netz (der Youtube-Kanal von Audi Deutschland beinhaltet laut Webguerillas mehr als 1500 Videos), sie haben mit knapp über 1,5 Millionen Fans auch die größte Facebook-Fanbase und die meisten Abonnenten auf Youtube (440.000). Weil die VW-Tochter auf ihren Seiten stets schnell reagiert und viele Likes, Shares und Kommentare einsammelt, gibt es auch bei Brand Applause Bestnoten. Damit holt Audi die Krone im Gesamtranking vor BMW. Die Münchner überzeugen vor allem durch hohe Aktivität und starkes Twitter-Wachstum (+ 39 Prozent).

In der Kategorie Amplification wird Audi die niedrige Response Rate auf Youtube zum Verhängnis: In Relation zur Zahl der Abonnenten werden die Inhalte der Studie zufolge relativ selten geteilt. Gleiches gilt für BMW, das laut Webguerillas zudem auch auf Facebook nicht durch große Viralität auffällt. Hier gibt es einen anderen Klassenprimus: Opel. Ausgerechnet, könnte man sagen. Denn die Rüsselsheimer Automarke hatte jahrelang mit schweren Imageproblemen zu kämpfen. Seit Anfang letzten Jahres steuert die Marke mit der Kampagne "Umparken im Kopf" allerdings erfolgreich gegen.

Auf diese Kampagne dürfte auch ein Gutteil der Viral-Erfolge zurückzuführen sein. Ein Beispiel: Am 8. April 2014 bedankte Opel sich bei seinen Facebook-Fans mit einem speziellen Bild-Posting. Der Lohn waren mehr als 30.000 Likes und über 8.000 Shares. Für Webguerillas-Geschäftsführer David Eicher ist Opel daher "Klassenprimus in Sachen attraktive Inhalte": "Der Automobilhersteller hat die Prinzipien der Viralität verstanden. Im Vergleich zu Audi und BMW veröffentlicht Opel zwar deutlich weniger Content auf seinen Social Media-Profilen. Dafür werden diese aber von den Usern besonders gerne und häufig im Netz geteilt." ire
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