Autobauer Nissan verlängert Champions-League-Sponsoring

Montag, 11. September 2017
Real Madrid-Spieler Gareth Bale ist Markenbotschafter für Nissan
Real Madrid-Spieler Gareth Bale ist Markenbotschafter für Nissan
© Nissan

Nissan und die Uefa gehen in die Verlängerung: Der japanische Autobauer, der als Nachfolger von Ford seit 2014/15 Hauptsponsor der Champions League ist, wird sein Engagement bis zur Saison 2020/21 fortsetzen. Die Verlängerung wird damit pünktlich zum ersten Champions-League-Spieltag der Saison 2017/18 am 12. September bekannt.
Die neue Vereinbarung umfasst Werberechte wie Bandenwerbung bei den Spielen. Außerdem wird Nissan auch künftig die Sternenbannerträger vor den Partien sowie die Online-Wahl zum "Tor der Woche" präsentieren. Das Unternehmen aktivierte sein Engagement im ersten Rechtezyklus unter dem Motto "Engineers of Excitement". Bislang zahlte Nissan angeblich etwa 60 Millionen Euro pro Jahr an den europäischen Fußball-Verband - wie viel es künftig sein wird, wurde nicht bekannt. Nissan teilt lediglich mit, dass es sich weiterhin um die größte Sponsorentätigkeit in der Geschichte des Unternehmens handelt.  "Innovation, die begeistert: Dieses Motto bildet den Kern allen Handelns bei Nissan. Ein Schlüssel dafür ist unsere Zusammenarbeit mit dem spannendsten Sportturnier der Welt über die letzten drei Jahre", sagt Roel de Vries, Corporate Vice President und Global Head of Marketing bei Nissan. "Wir freuen uns, diese Partnerschaft um drei  weitere Spielzeiten zu verlängern. Sie bleibt das Herzstück unserer weltweiten Marketingstrategie. Der große Erfolg spiegelt sich auch in der noch engeren Bindung zu unseren Kunden wider."

Die ersten vier Jahre der Zusammenarbeit mit Nissan seien "überaus erfolgreich" gewesen, sagt Uefa-Marketing Director Guy-Laurent Epstein. "Nissan ist ein wichtiges Mitglied unserer Sponsorenfamilie und von unschätzbarem Wert für die Promotion unseres Wettbewerbs auf weltweiter Ebene." Gleichzeitig ist man sich auf Seiten des Verbands dem Wert des Wettbewerbs bewusst: "Die Wahrnehmung der Marke Uefa Champions League wächst mit jedem Jahr; als Plattform bietet sie Topmarken wie Nissan die Gelegenheit, sich mit Fußballfans auf der ganzen Welt zu vernetzen."
Roel de Vries
Bild: Nissan

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Bislang gehörten zum Sponsorenpool der Uefa für die Champions League neben Nissan auch Adidas, Gazprom, Heineken, Mastercard, Pepsico, Playstation und Unicredit. Die italienische Großbank hatte allerdings vor Kurzem ihren Vertrag mit der Uefa nicht verlängert - und dafür als Grund das aktuelle Sparprogramm angegeben. Heineken hingegen bleibt ebenfalls für drei weitere Jahre an Bord.

Der niederländische Bierbrauer mahnte allerdings an, dass mindestens eine Champions-League-Partie im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein sollte. Bekanntlich wird der Wettbewerb ab der kommenden Saison 2018/19 auch hierzulande ins Pay-TV abwandern. Auch bei Nissan setzt man sich mit den möglichen Konsequenzen dieses Schrittes noch auseinander. ire

 

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