Autobauer Das ist der neue Claim von Opel: "Die Zukunft gehört allen"

Dienstag, 13. Juni 2017
Der neue Opel-Claim soll für den Aufbruch in eine neue Zeit stehen
Der neue Opel-Claim soll für den Aufbruch in eine neue Zeit stehen
Foto: Opel

In den letzten Tagen drehte sich bei Opel alles um den Rücktritt von CEO Karl-Thomas Neumann und die Berufung von Finanzchef Michael Lohscheller zum neuen Chef. Jetzt will das Unternehmen wieder mit anderen Nachrichten von sich reden machen. Am heutigen Dienstag findet im Rahmen des Hessentags eine große Konferenz zum Thema Mobilität der Zukunft statt. Dort präsentiert Opel auch den neuen Unternehmensclaim - und ein runderneuertes Logo.
Dessen Entwicklung hat ziemlich lange gedauert und wurde vom zwischenzeitlichen Bekanntwerden des Verkaufs an PSA überlagert. Doch jetzt steht der künftige Leitspruch für die Marke mit dem Blitz fest, von dem Marketingchefin Tina Müller sagt, dass er die nächsten 20 bis 30 Jahre halten soll: "Die Zukunft gehört allen." Entwickelt hat ihn die Agentur Scholz & Friends, die sich mit ihrem Vorschlag gegen den seit Anfang des Jahres zweiten Opel-Stammbetreuer Heimat durchsetzen konnte.
Mit dem neuen Markenversprechen will der Rüsselsheimer Autobauer künftig für sich und seine Produkte werben. Erstmals in größerem Stil zum Einsatz kommt er in der Kampagne für das Flaggschiff-Modell Insignia, die am heutigen Dienstag startet. Parallel läuft - allerdings nur in Berlin - ein Imageauftritt an, mit dem Opel seine neue Botschaft unters Volk bringen will. Der Media-Schwerpunkt liegt auf Außenwerbung und einem umfangreichen Digitalauftritt mit eigener Microsite. Dort ist unter anderem ein sogenannter Manifesto-Film zu sehen.

„Der neue Claim ,Die Zukunft gehört allen' entspringt der Seele von Opel. Er ist Bekenntnis, Haltung und Verpflichtung - und damit weit mehr als ein schlichtes Produktversprechen.“
Tina Müller
Opel-Marketingchefin Tina Müller
Opel-Marketingchefin Tina Müller (Bild: Opel)
Die aktualisierte Markenbotschaft basiert auf der Idee, Zukunftstechnologien so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. "Der neue Claim ,Die Zukunft gehört allen' entspringt der Seele von Opel. Er ist Bekenntnis, Haltung und Verpflichtung - und damit weit mehr als ein schlichtes Produktversprechen", sagt CMO Müller, die vor der Berufung von Finanzchef Lohscheller von einigen Beobachtern auch als neue Konzernchefin gehandelt wurde. Mit der selbst ausgerufenen "Demokratisierung von Technologien" will Opel an frühere Zeiten anknüpfen, als man als erster Hersteller serienmäßig den Dreiwege-Katalysator einführte (1989) oder Fullsize-Airbags für Fahrer und Beifahrer (1995). Aktuelle Beispiele, bei denen Opel einen ähnlichen Anspruch erhebt, sind der Online-Assistent Opel Onstar sowie der Marktstart des Elektroatuos Ampera-e, das allerdings nur in sehr geringen Stückzahlen verfügbar ist.

Im Mittelpunkt der Kampagne für den Insignia steht neben dem Fahrzeug und dem neuen Claim einmal mehr Testimonial Jürgen Klopp. Er ist diesmal in einer etwas anderen - ernsteren - Rolle zu sehen und soll für einen integrativen Führungsstil sensibilisieren. Der Auftritt startet am Dienstag mit einem 45 Sekunden langen Spot vor der Tagesschau (Produktion: Tempomedia). "Der neue Insignia ist kein Auto für Autokraten! In einer Welt, die manche am liebsten alleine regieren würden, ist das eine starke und zeitgemäße Botschaft", sagt Scholz & Friends-Kreativchef Niels Alzen, der für die Idee verantwortlich ist.

So inszeniert Opel seine neue Markenbotschaft auf mobilen Plakaten in Berlin
So inszeniert Opel seine neue Markenbotschaft auf mobilen Plakaten in Berlin (Bild: Opel)
Zusammen mit Agenturchef Frank-Michael Schmidt hat Alzen auch den neuen Claim für Opel entwickelt. Beide hatten bereits die Verantwortung für die Kampagne "Umparken im Kopf". Dieses Motto und der neue Claim haben laut Schmidt eins gemeinsam: "Sie verkörpern eine Haltung, die größer ist als die Marke und auch über die Kategorie Automobil hinausgeht". Scholz & Friends hat darüber hinaus auch das Logo des Kunden überarbeitet: Künftig kommt in allen Kommunikationskanälen - außer auf den Autos selbst - das Logo statt in 3-D im 2-D-Look zum Einsatz. mam

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