Auftritt des Tages Wie eine kanadische Airline mit der Kraft des Schenkens zu Tränen rührt

Donnerstag, 12. Dezember 2013
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Weihnachtswunder Hamilton YouTube Toronto Calgary Zappos



"Real-Time-Giving", ein "Weihnachtswunder" oder einfach nur ein gelungener Marketing-Stunt? In jedem Fall ist der kanadischen Airline West Jet mit ihrem diesjährigen Festtagsviral ein echter Coup in den sozialen Netzwerken gelungen, der schon nach vier Tagen mehr als 13 Millionen Klicks zählt. Im Mittelpunkt des Spots steht ein virtueller Weihnachtsmann, der live Wünsche von Passagieren entgegennimmt - und diese dank einer logistischen Meisterleistung innerhalb kurzer Zeit erfüllt. Das rund fünfminütige Video, dass West Jet auf seiner Youtube-Seite veröffentlicht hat, beginnt an den Flughäfen in Toronto und Hamilton. Passagiere können dort im Abflugbereich ihren Boarding Pass an einem großen Screen einscannen und so Kontakt mit einem Weihnachtsmann aufnehmen, der live aus Hamilton, dem Zielort der Reisenden, zugeschaltet wird. Die Frage nach einem Weihnachtswunsch beantworten Klein und Groß ganz unterschiedlich: die Spielzeugeisenbahn oder ein paar warme Socken und Unterwäsche sind genauso dabei wie ein großer Fernseher. Als alle Wünsche eingesammelt sind, machen sich mehrere Einkaufsteams auf den Weg - und sorgen wenige Stunden später im Zielort Calgary für große Überraschung und rührende Szenen.

Mit der Aktion, an der Mitarbeiter von West Jet als Weihnachtselfen und Santa's Helfer beteiligt waren, schafft es die Fluggesellschaft auf eindrucksvolle Weise, die Bedeutung und Wirkkraft des Schenkens abzubilden. Die Airline gibt ihrer zahlenden Zielgruppe buchstäblich etwas zurück, hinterlässt reihenweise glückliche Gesichter und trifft in der besinnlichen Weihnachtszeit genau den richtigen Ton. So sieht erfolgreiches Marketing aus.

Eine ähnliche Aktion hat zuletzt der amerikanische Online-Händler Zappos umgesetzt (siehe unten), allerdings ohne den großen Überraschungseffekt, der das West Jet "Christmas Miracle" auszeichnet. Die Idee zur Kampagne entstand inhouse. Umgesetzt wurde sie von der Produktionsfirma Studio M. Die Technologie des "virtuellen Weihnachtsmannes" hat Globacore Interactive Technologies entwickelt. tt

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