Ashley Madison und Sylvie van der Vaart Ein Angebot, das man nur ablehnen kann

Mittwoch, 04. Dezember 2013
Ist als Testimonial gefragt: Sylvie van der Vaart in einem Spot für Hunkemöller
Ist als Testimonial gefragt: Sylvie van der Vaart in einem Spot für Hunkemöller

Für die Klatschpresse war es geradezu ein Fest, als Sylvie van der Vaart kürzlich im "Closer"-Interview gestand, ihren Ex-Ehemann Rafael betrogen zu haben. Nun will noch jemand aus der pikanten Geschichte der einstigen Vorzeigefamilie Kapital schlagen: Das Seitensprung-Portal Ashley Madison hat der Niederländerin, die mittlerweile wieder ihren Mädchennamen Meis trägt, das Angebot unterbreitet, als Testimonial in einer weltweiten TV-Kampagne aufzutreten.


"Wir glauben, dass Sie hervorragend zu unserer Marke passen", schreibt CEO Noel Bidermann in einem Brief an van der Vaart, den Ashley Madison via Twitter verbreitete (siehe PDF unten). Immerhin sei sie ja Expertin darin, bei der Suche nach einem außerehelichen Abenteuer auf Diskretion zu achten. Im Interview mit dem Bauer-Magazin "Closer" hatte die 35-Jährige vor Kurzem gebeichtet, noch während ihrer Ehe mit dem HSV-Profi Rafael van der Vaart eine Affäre mit einem Piloten der niederländischen Fluglinie KLM gehabt zu haben. Die Van der Vaarts hatten sich zu Beginn des Jahres nach acht Jahren Ehe getrennt und sind mittlerweile geschieden.

Die neu gewonnene der Freiheit der Sylvie Meis, wie sie ab sofort wieder heißt, möchte Ashley Madison mit einer schlüpfrigen PR-Idee für sich nutzen. CEO Biderman bietet ihr an, als Testimonial in einer neuen TV-Kampagne aufzutreten - in Ashley-Madison-Outfit und an der Seite eines Piloten. Dafür soll Meis eine Aufwandsentschädigung von 100.000 Euro bekommen, Ashley Madison erhält im Gegenzug die globalen Distributionsrechte an der Kampagne für ein Jahr.

Die Erfolgsaussichten des Vorhabens dürften, vorsichtig ausgedrückt, gering sein. Daher fragt man sich, warum Ashley Madison nicht einfach vorprescht und ungefragt mit dem Konterfei Meis' wirbt. Bei den Politikern Rainer Brüderle oder Christian Wullf hatte das Unternehmen weitaus weniger Skrupel. Möglicherweise fehlt dazu auch der Mut: Zuletzt hatte Ashley Madison Ärger mit dem Werberat wegen einer Kampagne, gegen die der Vorwurf des Rassismus laut wurde. ire

Der Brief von Ashley Madison an Sylvie Meis
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