Arbeitgeberranking Google hängt Volkswagen und Apple ab

Freitag, 03. Juli 2015
Die lockere Arbeitsatmosphäre macht Google für junge Leute interessant
Die lockere Arbeitsatmosphäre macht Google für junge Leute interessant
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Google Arbeitgeberranking NIKE Adidas IKEA British Airways


Nicht nur Entwickler wollen unbedingt bei Google arbeiten: Auch unter den Wirtschaftsstudenten ist der Internetkonzern die ungeschlagene Nummer 1 unter den Wunscharbeitgebern.

Die Top Arbeitgeber der Wirtschaftsstudenten

Quelle: Trendence (Angaben in Prozent)
Nicht an der Spitze, aber auf den Plätzen offenbart das Arbeitgeberranking „Trendence Graduate Barometer 2015“ einige Überraschungen: So hat sich Nike auf der Liste der beliebtesten Arbeitgeber der examensnahen europäischen Wirtschafts-Studenten in den vergangenen Jahren von Platz 51 (2013) über 46 (2014) auf den 27. Rang vorgearbeitet. Und rückt damit deutlich näher an Adidas heran, das sich allerdings auch weiter nach vorn auf Platz 12 (2014: 17) schiebt. Weitere klare Aufsteiger sind Ikea, das sich um 10 Plätze auf Rang 16 verbessert, British Airways, das von Rang 56 auf 31 klettert, und Kering (zuvor PPR), das nach Rang 43 im vergangenen Jahr nun Platz 31 belegt. Weniger gut schneiden die Unternehmensberatungen ab, die noch vor Kurzem zu den Top-Wunscharbeitgebern der BWLer und VWLer zählten. Keine schafft es unter die besten 20: BCG verliert zwei Plätze und landet auf Rang 22, McKinsey rutscht noch stärker ab und muss mit Rang 24 vorliebnehmen (2014: 18) und Accenture fällt von Position 30 auf 36.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Google. Der Internetkonzern baut seine Position aus, springt über die 10-Prozent-Hürde und ist aktuell für 11,3 Prozent der rund 99.000 Befragten der Wirtschafts-Studenten Wunscharbeitgeber Nummer 1, wie 2014 gefolgt von Volkswagen und Apple. Wie in den Vorjahren sind dort neben dem Spitzentrio BMW, EY, PwC, KPMG, Deloitte und L’Oréal zu finden. Einziger Wechsel ist der Einstieg von Microsoft auf Platz 10, den zuvor die Europäische Union innehatte.

Diese Unternehmen bieten nach Ansicht der Studierenden das, was diese rund sieben Jahre nach Ausbruch der Wirtschaftskrise suchen: Sicherheit und Unternehmenskultur. Allerdings zeigt sich, je unsicherer die Arbeitsmarktlage, desto flexibler sind die Absolventen: Während 87 Prozent der deutschen Studenten eine Festanstellung suche, streben das in Portugal nur 57 Prozent an. Die verbliebenen 43 Prozent können sich eine Job auf Zeit gut vorstellen.

Beim Thema Gehalt gehen die Vorstellungen der Befragten weit auseinander. Im Schnitt erwarten die europäischen Wirtschaftsstudenten ein Einstiegsgehalt von 23.500 Euro. Dabei liegt das Wunscheinstiegsgehalt deutscher Teilnehmer allerdings mehr als 20.000 Euro höher als der Schnitt, während bulgarische Absolventen nur 6400 Euro Jahresgehalt verlangen. ems

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