Appstore-Streit Apple und Amazon haben sich wieder lieb

Mittwoch, 10. Juli 2013
Mit dem Appstore von Amazon kann jetzt auch Apple leben
Mit dem Appstore von Amazon kann jetzt auch Apple leben
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Amazon Appstore Markenrechte


Amazon darf Smartphone- und Tablet-Applikationen künftig in seinem eigenen Appstore anbieten. Der mehr als zwei Jahre währende Streit mit dem Rivalen Apple um die Markenrechte an dem Begriff ist offiziell beigelegt. "Mit mehr als 900.000 Apps und 50 Milliarden Downloads wissen die Kunden, wo sie ihre Lieblings-Apps kaufen", zitiert die DPA eine US-Sprecherin von Apple. Der kalifornische Konzern sehe sich daher nicht weiter genötigt, den Fall weiterzuverfolgen. Aus dem Umfeld von Amazon hieß es, die Einstellung des Verfahrens sei eine "einseitige Entscheidung" von Apple gewesen. Eine Amazon-Sprecherin sagte laut DPA, der Konzern sei froh, dass das Gericht den Fall nun zu den Akten gelegt habe.

Amazon hatte wie berichtet im März 2011 einen Shop mit Programmen für das Google-Betriebssystem Android unter dem Namen "Appstore" gestartet. Keine 24 Stunden nach dem Launch des Angebots sah sich das Online-Kaufhaus mit einer Klage konfrontiert, weil der Begriff "Appstore" aus Sicht des iKonzerns zu sehr nach dem "App Store" von Apple klang.

Die Klage wegen irreführender Werbung wurde bereits im Januar 2013 abgewiesen. Das US-Gericht folgte damals der Argumentation von Amazon, der zufolge die Bezeichnung "Appstore" inzwischen generell für eine Download-Plattform für Apps und nicht für ein spezielles Betriebssystem stehe. In dem Verfahren ging es daher zuletzt nur noch um den Markennamen. Der Prozessbeginn war für August anberaumt. mas
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