Apples Entwicklerkonferenz WWDC Mac und Mobilgeräte wachsen enger zusammen

Dienstag, 03. Juni 2014
Ein neues iPhone oder die iWatch hatte Apple-CEO Tim Cook nicht dabei (Bild: Apple)
Ein neues iPhone oder die iWatch hatte Apple-CEO Tim Cook nicht dabei (Bild: Apple)
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Apples Entwicklerkonferenz WWDC ist jedes Mal eine spannende Sache. Und das liegt meist in erster Linie an den großen Erwartungen von Entwicklern, Programmierern und den Fans der Marke. Besonders elektrisierte in der Vergangenheit neue Hardware die Massen. Nun, ein neues Gerät hatte der US-Konzern diesmal nicht in petto, dafür aber jede Menge Softwareverbesserungen. Zu den größten Neuerungen im Apple-Universum gehört Yosemite, der Nachfolger des stationären Betriebssystems OS X Mavericks. Das Update solle "das Arbeiten zwischen Mac und iOS-Geräten fließender als jemals zuvor machen", wie Apple verspricht. So soll es künftig etwa möglich sein, mit der "Handoff"-Funktion eine Aktivität auf einem Gerät zu beginnen und auf einem anderen fortzusetzen. Außerdem kann der Mac wie eine Freisprech-Einrichtung genutzt werden, sodass auf dem Computer sogar iPhone-Telefonate geführt werden können. Derartige Funktionen fasst Apple unter dem Sammelbegriff "Continuity" zusammen.

Im Mobil-Bereich hübscht Apple das Betriebssystem iOS nunmehr zur Version 8 auf. Neue Features sind etwa die iCloud Fotomediathek, die erweiterte Möglichkeiten zum Speichern von Fotos und Videos in der Cloud bietet. iCloud Drive ermöglicht Abruf und Bearbeitung von Dokumenten über alle Gerätetypen hinweg, eine Familienfreigabe macht Einkäufe, Fotos und Kalender bis zu sechs Mitgliedern eines Haushalts zugänglich. Darüber hinaus bündelt das Betriebssystem Gesundheits- und Fitness-Daten in der neuen App Health.

In Entwicklerkreisen kamen Apples Ankündigungen außerordentlich gut an, wie Matthias Kremp auf Spiegel Online berichtet: "Allein die Mitteilung, dass man Programme für Apple-Geräte jetzt in einer neuen, von Apple erdachten Programmiersprache namens Swift schreiben kann, löste unter den rund 6000 Anwesenden tosenden Applaus aus." Einen Massenhype wie noch zu Steve Jobs Zeiten kann das Unternehmen damit aber sicherlich nicht auslösen. Zumal zahlreiche der neuen Funktionen in Konkurrenzprodukten von Google oder Whatsapp bereits verfügbar seien, wie "WiWo"-Mann Matthias Hohensee schreibt.

"Innovation sieht freilich anders aus", lautet denn das Verdikt des Reporters, der für die Wirtschaftszeitschrift aus dem Silicon Valley berichtet. "Gemessen an den derzeitigen Erwartungen und den hohen Maßstäben an Apple, war es das Enttäuschendste was ich in mittlerweile 21 Jahren Berichterstattung über den kalifornischen Technologiekonzern erlebt habe", so Hohensee. Kremp indes sieht das anders. Es sei "vollkommen in Ordnung", dass Apple nicht mit bahnbrechender Hardware aufgewartet habe. "Denn das Publikum, das Apple mit der WWDC anspricht, also die Entwickler, die sich Apps und Gadgets ausdenken, waren begeistert. Ihren Nerv haben Tim Cook und seine Kollegen getroffen." ire
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