Apple iPhone-Kampagne macht sich jetzt selbst Konkurrenz

Donnerstag, 08. August 2013
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iPhone Apple USA Imagekampagne



In den USA setzt Apple seine Imagekampagne "More People" mit einem Spot zu dem Videochat-Feature Facetime weiter. In emotionalen Bildern sind Menschen zu sehen, die alltägliche Momente mit weit entfernten Verwandten und Freunden teilen. Doch der von TBWA / Media Arts Lab kreierte Spot muss sich einer harten Konkurrenz stellen. Die Agentur kreierte schon 2010 bei der Einführung des iPhone 4 einen Spot zum selben Thema. Allerdings mit deutlich mehr Gefühl.
Damals verzichtete die Agentur auf den aktuellen, eher dokumentarisch gehaltenen Erzählstil und unterlegte die Bilder der iPhone-Nutzer mit dem Louis-Armstrong-Klassiker "When you're smiling". Im Mittelpunkt der Geschichte stand, wie die innovative Videochat-Technologie zu mehr menschlichen Momenten beim Telefonieren führt. Dagegen beschränkt sich die aktuelle Kampagne überwiegend darauf, auf die Marktführerschaft des iPhones hinzuweisen. "Every day more people connect face to face on the iPhone than any other phone," heisst es zum Schluss des Spots.

Emotional ist diese Botschaft deutlich weniger berührend, als der erste Facetime-Auftritt. Allerdings ist hier auch das Ziel weniger die Schaffung von Awareness, sondern die Stärkung des Markenvertrauens. Apple steht derzeit vor dem Problem, dass das Unternehmen die Innovationsoffensiven der Wettbewerber mit keinem eigenen neuen Produkt kontern kann. Da bietet sich als kommunikative Strategie nur, das Vertrauen der bestehenden Kundschaft zu stärken. Bisher funktioniert die Strategie ausgezeichnet: In der schwächelnden Bilanz für das 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres gehörte ein Verkaufsplus von 20 Prozent in der iPhone-Sparte zu den Glanzlichtern. cam

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