Apple Watch Das iPhone 6 kommt nicht allein

Dienstag, 09. September 2014
So sieht die Apple Watch aus
So sieht die Apple Watch aus
Foto: Foto: Apple
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Der Rummel, den Apple mit seiner jüngsten Produkt-Präsentation ausgelöst hat, erinnert fast an die guten alten Zeiten, als der Konzern noch von Steve Jobs gelenkt wurde. Dass ein Event die weltweite Tech-Gemeinde über Wochen derart elektrisiert hat, ist in der Tat lange her. Apple-Boss Tim Cook hat am Dienstagabend eindrucksvoll bewiesen, dass er endlich aus dem Schatten des 2011 verstorbenen Unternehmensgründers hervortreten will. Mit der Apple Watch wurde das erste "eigene" Produkt der Ära Cook vorgestellt. So viel vorweg: Er hat nicht enttäuscht.
CEO Tim Cook bei der Präsentation von Apple Pay
CEO Tim Cook bei der Präsentation von Apple Pay (Bild: Foto: Apple)
Zunächst ging es im Flint Center in Cupertino aber um den Apple-Verkaufsschlager der letzten Jahre schlechthin, das iPhone, von dem gleich zwei neue Varianten vorgestellt wurden. Bei den Geräten, die beide in Deutschland am 19. September auf den Markt kommen, geht Apple schon werblich neue Wege. In den TV-Spots, die in Kürze starten sollen, treten mit Sänger Justin Timberlake und Schauspieler Jimmy Fallon echte Promis auf.  
Wie erwartet reagiert Apple beim iPhone auf den von Samsung vorgegeben Trend hin zu größeren Displays. Das iPhone 6, das in der kleinen 16-GB-Variante mit 2-Jahresvertrag 199 US-Dollar kostet, kommt mit einem 4,7-Zoll Display daher, das iPhone 6 Plus, für das mindestens 299 US-Dollar fällig werden, sogar mit einem 5,5-Zoll-Display. Damit sind die Geräte, die zudem schlanker und schneller geworden sind und mit dem neuen mobilen Bezahlsystem Apple Pay ausgestattet sind, deutlich größer als das aktuelle Modell iPhone 5s, das gerade mal 4 Zoll misst. Dass es sich bei den iPhone-6-Geräten, die ein Retina HD-Display und eine 8-Megapixel-Kamera bieten, aus Sicht von Tim Cook um "die besten iPhones" handelt, die Apple jemals gebaut hat, ist freilich wenig überraschend.

Das Beste - die Smartwatch, die nun doch nicht wie kolportiert iWatch heißt - hob sich Cook wie sein berühmter Vorgänger dann aber doch bis zum Schluss auf. Bevor sich der Vorhang lüftete, wurde er richtig sentimental: "Ich bin so stolz", sagte Cook, "das nächste Kapitel in der Apple-Historie einleiten zu dürfen." Die Apple Watch, die an ein  hochwertiges Designobjekt erinnert und Anfang 2015 für 340 US-Dollar auf den Markt kommt, sei das persönlichste Produkt, das Apple jemals entwickelt habe.

Die Apple Watch hat ein flexibles Retina Display
Die Apple Watch hat ein flexibles Retina Display (Bild: Foto: Apple)
Damit spielt Cook auf zahlreiche Funktionen an, die die Apple Watch zum individuellen Begleiter der Verbraucher machen sollen. Denn natürlich zeigt die Smartwatch nicht nur einfach die Uhrzeit deutlich präziser an als herkömmliche Uhren. Sie lässt sich auch sehr einfach und innovativ bedienen und bietet darüber hinaus auch Gesundheitsfunktionen wie einen Pulsmesser an sowie eine App, die die Bewegungen des Nutzers über den Tag hinweg misst und auswertet. Eine Workout-App ist gleich mit eingebaut. Laut Cook, der später am Abend noch die irische Rockband U2 auf der Bühne begrüßte, will Apple den Verbrauchern ein Produkt an die Hand geben, dass ihnen dabei hilft, "ein gesünderes und aktiveres Leben" zu führen.

Nicht zuletzt wartet die Apple Watch wie die Kokurrenzprodukte von Samsung, LG und Co mit einigen Smartphone-Funktionen auf: So können Nutzer mit dem Wearable-Device Anrufe starten und beantworten, Kurznachrichten diktieren und Songs abspielen. Zudem sollen die Uhren, die nur in Verbindung mit einem Apple-Smartphone (mindestens iPhone 5) funktionieren, auch direkt untereinander kommunizieren können. Apps lassen sich mit einem seitlich angebrachten Knopf aufrufen.

Die Apple Watch gibt es in den verschiedensten Designs
Die Apple Watch gibt es in den verschiedensten Designs (Bild: Foto: Apple)
Individuell ist das Produkt auch deshalb, weil Konsumenten anders als sonst bei Apple üblich eine recht große Design-Auswahl haben. So können Käufer nicht nur Farben, sondern Design-Elemente und Funktionen selbst zusammenstellen. Vor dem Hintergrund, dass Apple auch die Fashion-Community von dem Produkt überzeugen muss, um es zum Verkaufsschlager zu machen, ist das ein cleverer Schachzug. Der erste Schritt ist getan. Die Gäste, die das Event im Flint Center in Cupertino live verfolgen durften, reagierten auf die Apple Watch jedenfalls mit tosendem Applaus. mas
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