Apple Der wahre Grund für die neue MacBook-Kampagne

Dienstag, 05. August 2014
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Mit der üblichen Verzögerung ist die neue Apple-Kampagne für das MacBook Air nun auch in Deutschland dieses Wochenende gestartet. Aber die eigentliche Überraschung ist, dass es diesen Spot überhaupt gibt. Schließlich hatte Steve Jobs bei der Präsentation des iPad prophezeit, dass die Tablets die Ära der Personal Computer beenden würden. Vier Jahre später zeigt sich nun, dass der Apple-Guru mit seiner Prognose wohl daneben lag.
Man muss Apple zugute halten, dass es seine Werbestrategie konsequent an der Markteinschätzung seines CEOs ausrichtete. Die Werbung für das MacBook überließ Apple in den vergangenen Jahren seinen Handelspartnern. Der jüngste Imagespot vor der aktuellen Kampagne stammt aus dem Jahr 2012. Damit behandelte das Unternehmen seine MacBooks wie das iPod-Sortiment. Der einstige Haupterlösbringer des Konzerns ist mittlerweile zum Randaspekt im Apple-Angebot abgestiegen. Auch hier hat es seit 2012 keinen Imageauftritt der Marke mehr gegeben.

Anders als beim iPod könnte dem MacBook allerdings die Wiedergeburt gelingen. Denn wie die Bilanzzahlen für das Ende Juni abgelaufene 3. Quartal von Apple zeigen, erlebt die Wachstumsgeschichte des Hoffnungsträgers iPad gerade einen ernsthaften Knick. Mit 13,3 Millionen verkauften Geräten liegt das abgelaufene Quartal 9 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Der dem Launch des iPad Air geschuldete Verkaufsrekord im 1. Quartal 2014 verpuffte dagegen schon im 2. Quartal.

Im Gegenzug scheint das MacBook bis heute von der Einführung der besonders dünnen Variante MacBook Air zu profitieren. Im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte Apple mit 4,4 Millionen verkauften Exemplaren ein Plus von 18 Prozent im Vorjahresvergleich verbuchen. Mit diesem Rekord übertraf das Unternehmen die Prognose der Börsenanalysten deutlich. Apple, das derzeit fast vollständig von seinem iPhone-Geschäft abhängig ist, dürfte nun die Chance nutzen, seinen Anlegern eine neue Wachstumsgeschichte - wenn auch auf niedrigem Niveau - anbieten zu können. cam
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