Angriffe auf Marken Fälschungen von Medikamenten, Autoersatzteilen und Lebensmitteln nehmen zu

Freitag, 01. August 2014
Produktfälscher kopieren zunehmend Medikamente und Lebensmittel (Bild: XtravaganT/Fotolia)
Produktfälscher kopieren zunehmend Medikamente und Lebensmittel (Bild: XtravaganT/Fotolia)


Die aktuelle europäische Zollstatistik enthält zwei Nachrichten: An den Außengrenzen der EU haben die Beamten im vergangenen Jahr weniger gefälschte Waren beschlagnahmt. Gleichzeitig stiegen aber die Fälschungen von Lebensmittelprodukten, Medikamenten und Autoersatzteilen an.
Insgesamt zogen die Zöllner 36 Millionen gefälschte Artikel aus dem Verkehr. Das ist gegenüber dem Jahr 2012 ein Rückgang von 4 Millionen. Gleichzeitig sank der Wert der Waren von einer Milliarde Euro auf 768 Millionen Euro. Von einer Entspannung kann aus Sicht des Markenverbandes dennoch keine Rede sein. "Die Skrupellosigkeit der Produkt- und Markenpiraten, mit der sie die Gesundheit und Leben der Verbraucher aufs Spiel setzen, nimmt dramatisch zu", heißt es in einer Erklärung. So sind 25 Prozent aller Fälschungen gesundheitsgefährend. Im Vorjahr lag der Wert noch bei knapp 13 Prozent.

Soll heißen: Die Markenpiraten bringen immer häufiger Fälschungen bei Medikamenten (plus 418 Prozent), Lebensmitteln (plus 90 Prozent), Spielzeug, Autoersatzzeilen (plus 86 Prozent) und elektronischen Haushaltsgeräten auf den Markt. Die gefährliche Ware kommt meistens in kleinen Mengen und häufig via Internetorder in den europäischen Wirtschaftsraum. Am stärksten leiden Textilmarken unter den Fälschungen. Laut Statistik steht Kleidung mit einem Anteil von zwölf Prozent an der Spitze der beschlagnahmten Artikel. mir
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