Amazon Hoher Quartalsverlust verärgert Anleger

Freitag, 25. Juli 2014
"Arbeiten hart am Kundenerlebnis": Amazon-Chef Jeff Bezos (Bild: Unternehmen)
"Arbeiten hart am Kundenerlebnis": Amazon-Chef Jeff Bezos (Bild: Unternehmen)
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Amazon wächst, investiert und erfindet - auf Kosten des Konzernergebnisses. Für das 2. Quartal 2014 musste das Unternehmen einen Verlust von 126 Millionen Euro ausweisen. In der Konsequenz trennten sich viele Anleger von ihren Amazon-Aktien. Der Kurs der Aktie sackte deshalb nachbörslich um rund 10 Prozent ab. Zwar sind rote Zahlen für Amazon nichts Neues - doch im vergangenen Jahr hatte sich der Verlust auf lediglich sieben Millionen Dollar belaufen. Und im laufenden Quartal soll es sogar noch härter kommen: Das Amazon-Management rechnet mit einem operativen Verlust von 810 Millionen Dollar. Gleichzeitig legt der Konzern nach wie vor ein beeindruckendes Wachstum hin: Der Quartalsumsatz wuchs um 23 Prozent auf 19,3 Milliarden US-Dollar (Q2 2013: 15,7 Milliarden Dollar). Für das laufende Quartal peilt Amazon ein Umsatzplus zwischen 15 bis 26 Prozent an.

"Wir arbeiten hart daran, die Amazon-Kundenerfahrung besser und besser zu machen", so Gründer und CEO Jeff Bezos. In der Tat investiert der Konzern laufend in neue Produkte und Services. So kündigte Amazon mit den Fire Phone ein eigenes Smartphone an, zudem stellte man mit "Tumble Leaf" und "Creative Galaxy" zwei eigenproduzierte Kinderserien für den Streaming-Service Prime Instant Video vor. In den USA bietet Amazon außerdem seit Kurzem Lieferungen am Sonntag an. Und dann ist da ja noch die schon jetzt legendäre Amazon-Drohne, deren Entwicklung ebenfalls Geld verschlingt.

Jeff Bezos ist überzeugt, dass sich die Investitionen auf lange Sicht auszahlen. Damit könnte er richtig liegen, der findige Manager hat schon oft seinen Weitblick bewiesen. Im Moment ist dieser Kurs aber vor allem eines: teuer. ire
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