Amazon Bilanz Wenn ein Minus für Begeisterung sorgt

Freitag, 30. Januar 2015
Amazon-Boss Jeff Bezos
Amazon-Boss Jeff Bezos
Foto: Amazon
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Amazon Weihnachtsgeschäft


Amazon ist bekannt dafür, viel zu investieren - und dafür auch mal rote Zahlen in Kauf zu nehmen. Nur so lässt es sich erklären, dass der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient hat, die Börsianer aber trotzdem begeistert.

 Der Gewinn sank im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 214 Millionen Dollar. Erfreulich war vor allem, dass die Zahl der Mitglieder des Streamingdienstes Prime im Weihnachtsquartal um 53 Prozent zulegte. Das Ergebnis übertraf dennoch deutlich die Erwartungen des Marktes; die Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich zeitweise um mehr als acht Prozent hoch. Die Anleger störte auch nicht, dass der Umsatz mit einem Plus von 15 Prozent auf 29,33 Milliarden Dollar die Prognosen der Analysten verfehlte.

Amazon investiert traditionell viel in den Ausbau des Geschäfts und fährt deshalb bestenfalls schmale Gewinne ein. Im Quartal davor hatte zudem eine Abschreibung auf das gefloppte erste eigene Smartphone Fire Phone die Bilanz verhagelt.

Im gesamten Jahr gab es trotz der schwarzen Zahlen zum Jahresausklang einen Verlust von 241 Millionen Dollar. Das Jahr 2013 hatte Amazon noch mit einem Gewinn von 274 Millionen Dollar abgeschlossen. hor/dpa

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