#AlternativeFacts Wie Dove mit einer simplen Printanzeige ein Zeichen gegen Donald Trump setzt

Dienstag, 31. Januar 2017
Auch Dove verbreitet jetzt #AlternativeFacts
Auch Dove verbreitet jetzt #AlternativeFacts
Foto: Dove
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Dove Ogilvy & Mather Fake News Donald Trump


Seit vergangener Woche und der Erfindung der "Alternative Facts" von Donald-Trump-Beraterin Kellyanne Conway ist die weltweite Fake-News-Debatte um ein Kapitel reicher. Nach McDonald's, das seit gestern in eigener Sache gegen falsche Wahrheiten kämpft, widmet sich nun auch Dove mit einer zweiseitigen Anzeige in UK dem #AlternativeFacts-Thema.
Viele Leser von großen Tageszeitungen in Großbritannien dürften am Wochenende nicht schlecht gestaunt haben, als Dove ihnen auf einer Deo-Anzeige ganz unverblümt Lügen auftischte. Auf dem für die Unilver-Marke typischerweise ganz in Weiß gehaltenen Motiv (Kreation: Ogilvy & Mather, London) sind untereinander zehn Behauptungen zu lesen, deren Wahrheitsgehalt stark angezweifelt werden darf. So heißt es beispielsweise: "Das neue Dove-Deodorant erhöht ihren IQ um 40 Punkte" und "Das neue Dove-Deodorant verstärkt ihr WLAN-Signal" (siehe ganze Anzeige unten). Das Unternehmen selbst löst mit dem Hashtag #AlternativeFacts unten auf der Anzeige schließlich selbst auf, dass es sich bei den zehn Botschaften um "Fake News" handelt.
Die Anzeige wurde von Ogilvy & Mather UK entwickelt
Die Anzeige wurde von Ogilvy & Mather UK entwickelt (Bild: Adweek)
Doch damit noch nicht genug: Eine Doppelseite weiter wandelt Dove die alternativen Fakten in #RealFacts um - und platziert auf einem weiteren Motiv seine Werbebotschaft: "Das neue Dove-Deodorant schmeichelt ihren Achselhöhlen wie nie zuvor."
Auf der zweiten Seite der Printanzeige postuliert Dove dann die #RealFacts
Auf der zweiten Seite der Printanzeige postuliert Dove dann die #RealFacts (Bild: Dove)
Der Grund, weshalb die Printanzeige im Netz so gut ankommt, liegt auf der Hand: Ogilvy und Dove schaffen es mit dem simplen Motiv nicht nur, die Leser zum Lachen zu bringen. Viel wichtiger noch: Die Marke gibt zu einem weltweit wichtigen Thema ein ernstes Statement und bezieht - mithilfe von pointierter Ironie - Stellung zu der Politik der Falschinformationen, mit der US-Präsident Donald Trump in seinen ersten Wochen im Amt negativ auffällt. Das ist für einen großen Werbungtreibenden aller Ehren wert - und darf gerne weitere Nachahmer finden. tt
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