Alter Schwede! Warum Burger King in seiner TV-Kampagne über Ikeas Würstchen witzelt

Freitag, 14. Juli 2017
In der TV-Kampagne stellen Schweden überrascht fest, dass sich ihr "Nationalgericht" Hot Dog verbessern lässt
In der TV-Kampagne stellen Schweden überrascht fest, dass sich ihr "Nationalgericht" Hot Dog verbessern lässt
© Burger King

Wie weiß eine Marke, ob sie einen echten Hit gelandet hat? Zum Beispiel, indem sie die erste Lieferung des Produkts komplett verkauft. Burger King ist das mit seinen Grilled Dogs gelungen. Jetzt folgt die TV-Kampagne, um das eroberte Produkt-Terrain dauerhaft zu besetzen. Die ewige Nummer 2 im deutschen Fastfood-Markt ist auf dem besten Weg, den Wettbewerb nachhaltig zu verändern.

Würstchen-Fans können endlich wieder aufatmen: Nachdem Burger Kings Grilled Dogs nach ihrer Premiere Anfang Juni in Rekordzeit ausverkauft waren, ist ab sofort wieder für Nachschub gesorgt. Passend zum Start der TV-Kampagne bietet die Burger-Kette ihre Interpretation des klassischen Hot Dogs deutschlandweit wieder in den Varianten Classic, Chili Cheese und Crispy an. Allein das ist schon bemerkenswert, denn mit Innovationen tut sich der Fastfood-Markt eher schwer. Burger King hatte schon 2014 versucht, mit den kalorienreduzierten Satisfries eine Produktinnovation in der deutschen Fast-Food-Gastronomie zu etablieren. Der Versuch scheiterte an der Kundenresonanz.

McDonald’s hatte seinerseits 2013 die McCurrywurst als Produktaktion eingeführt, diese aber nach Ablauf der Promotion wieder aus dem Menü gestrichen. Macht Burger King die Grilled Dogs nun dauerhaft zum Bestandteil seines Menüs, wäre die klare Differenzierung zum bisher übermächtigen Konkurrenten endlich gelungen.

Kurioserweise liefert Burger King in seiner TV-Kampagne tatsächlich eine Ansage an die Konkurrenz, hat sich dafür allerdings nicht McDonald’s, sondern Ikea gewählt. Denn wenn es um amerikanische Hot Dogs geht, ist in Deutschland der schwedische Möbelhändler der klare Marktführer, an dem sich Herausforderer messen lassen müssen.

In dem von Kreativagentur Grabarz & Partner kreierten 20-Sekünder ist dementsprechend ein schwedisches Pärchen zu sehen, das sich über den seltsamen Hot Dog wundert, der nicht gekocht, sondern gegrillt wird. Besonders gut findet der Mann, dass man "ihn nichts selbst zusammen bauen muss". Online stellt Burger King schon seit Juni mit dem Hashtag #Grillar unmittelbar eine Assoziation zur Ikea-Produktwelt her. cam

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