Adobe Summit 2017 Entwickler setzen auf Virtual Reality und Künstliche Intelligenz im Marketing

Donnerstag, 11. Mai 2017
Die Entwickler präsentierten auf dem Adobe Summit ihre Arbeiten
Die Entwickler präsentierten auf dem Adobe Summit ihre Arbeiten
Foto: Katharina Brecht

Auf dem Adobe Summit 2017 präsentieren Entwickler des Software-Giganten Adobe ihre aktuellen Projekte, mit denen sie den Status Quo des Marketings verändern möchten. Dieses Jahr haben sich die Designer vor allem mit Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und dem Internet of Things auseinandergesetzt.

In kurzen Sneaks präsentieren die Entwickler von Adobe ihre Arbeiten heute auf dem Londoner Event vor einem großen Publikum. Was genau von den Ideen umgesetzt wird, steht nicht fest, doch eine Richtung wird deutlich: Die Mitarbeiter des Software-Riesen arbeiten vor allem daran, bessere Kundenerlebnisse zu ermöglichen, indem Werbeanzeigen und -schaltung für die Nutzer personalisiert und zugeschnitten werden. In den Sneaks wurden unter anderem folgende Innovationen und Techniken für das Digitale Marketing vorgestellt.

1. Virtual Reality in der Werbung

Wer auch in der virtuellen Realität Werbung schalten möchte, sollte diese personalisiert und immersiv gestalten, um nicht unnatürlich zu wirken, rät Adobe. In dem vorgestellten Projekt werden verschiedene Möglichkeiten aus diversen Adobe-Clouds (Marketing Cloud und Creative Cloud) kombiniert, um so Echtzeit-Werbung in Virtual Reality-Umgebungen zu schalten. In der Sneak führt der zuständige Entwickler folgenden Beispiel-Fall vor: 

Der User sieht durch seine Brille den Piccadilly Circus in London und bekommt personalisierte Werbung ausgespielt, die zum Beispiel auf einer Leinwand an einem Haus erscheint oder auf einem Auto, das über die Straße fährt. Dieses Werbeerlebnis ermöglicht das Framework Adobe Sensei, das die Funktionen Machine Learning und Künstliche Intelligenz vereint, sowie die Analyse- und Werbefunktion der Adobe Experience Cloud. Diese Features erkennen, woran der Nutzer interessiert ist und greifen auf die entsprechenden Inhalte in der Creative Cloud zurück.

2. Website-Inhalte intelligent personalisieren

Personalisierte Online-Erlebnisse fördern die Bindung des Kunden an eine Marke. Über diese Erkenntnis dachte ein Adobe-Entwickler nach und entwickelte eine Möglichkeit, auf Basis von Künstlicher Intelligenz intuitive Empfehlungen bei dem Aufbau sowie den Inhalten einer Website auszuspielen. So werden einem Veganer auf einer Food-Website beispielsweise ausschließlich vegane Rezepte angezeigt. Dafür sorgt die Verknüpfung von Adobe Sensei mit der Experience Cloud: Durch Sensei kann die Website auf die digitalen Assets der Marke in der Cloud zugreifen und schlägt die vermeintlich besten Layouts und Daten vor – im Beispiel-Fall die zur Ernährungsweise passenden Rezepte.
Adobe
Bild: EPA/John G. Mabanglo

Mehr zum Thema

Advertising Cloud Adobe launcht in Las Vegas neue globale Werbeplattform

3. Weiterentwicklung und Personalisierung von Alexa und Co.

Ein anderer Entwickler hat sich mit der Weiterentwicklung von Sprachassistenten beschäftigt, um die Customer Experience zu verbessern. Bislang seien Interaktionen mit Amazons Alexa anonym und auf Transaktionen beschränkt – dies will der Designer ändern. In seiner Sneak präsentierte er eine Lösung für Hotels, wie die Kommunikation zwischen Alexa und Hotelgast persönlicher gestaltet werden kann. Durch die Kernfunktionen der Adobe Experience Cloud sowie offenen Adobe-Programmierstellen wird das Profil des Gastes analysiert und er erfährt beispielsweise von Alexa, welchen Mitglieds-Status er hat, wie viele Treuepunkte er besitzt oder welche Orte in der Stadt er auf einer Sightseeing-Tour besuchen sollte. bre 

Meist gelesen
stats