Adobe-Studie 75 Prozent der Marketer verstehen ihre Kunden nicht mehr

Donnerstag, 23. November 2017
Adobe-Manager Stefan Ropers
Adobe-Manager Stefan Ropers
© Adobe

Social Media, digitale Kommunikation, E-Commerce: Die Digitalisierung wälzt die klassischen Kundenbeziehungen grundlegend um. Auch die Komplexität im Marketing steigt - und stellt Marketer vor große Herausforderungen: Laut einer aktuellen Studie im Auftrag von Adobe haben die meisten Marketingentscheider Mühe, mit den rasanten Veränderungen Schritt zu halten.
So gaben 75 Prozent der deutschen Marketer bei einer Befragung zu, dass sie den veränderten Anforderungen von Konsumenten kaum noch folgen können. Damit stehen die deutschen Manager aber nicht alleine da: Auch auf europäischer Ebene tun sich 75 Prozent der befragten Marketing-Entscheider schwer, mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten.  "Digitale Technologien haben die traditionellen Mechanismen der Kundenbindung für immer verändert und stellen Marketer vor große Herausforderungen. Die überwiegende Mehrheit von ihnen hat immense Schwierigkeiten, dem heutigen Konsumenten mit seinen veränderten Anforderungen und Bedürfnissen überhaupt noch zu folgen", resümiert Stefan Ropers, Managing Director Central Europe bei Adobe. "Das bedeutet für die Marken vor allem eines: Sie müssen ihre gesamte Kundenkommunikation komplett neu überdenken, um mit dem Kunden Schritt zu halten und sie relevant anzusprechen." 

Eine Möglichkeit, um Kunden auch in der digitalen Welt bei der Stange zu halten, ist laut der Studie eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Verbraucher: Knapp zwei Drittel der deutschen Konsumenten (65 Prozent) bleiben in erster Linie Marken treu, die das Kundenerlebnis auf deren Anforderungen und Bedürfnisse zuschneiden. Dafür nutzen immerhin bereits 63 Prozent Erkenntnisse aus Datenanalysen. Künstliche Intelligenz nutzen dagegen erst 20 Prozent der deutschen Marketer, obwohl 60 Prozent der deutschen Marketer der festen Überzeugung sind, dass KI die Kundenbeziehung nachhaltig fördern kann. Generell glauben 40 Prozent der Befragten, dass die Konsumenten von heute dazu bereit sind, persönliche Daten von sich preis zu geben. 

"Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Marken mit begeisternden Erlebnissen über einen deutlich loyaleren und profitableren Kundenstamm verfügen. Alle anderen sollten ihren Content und ihre Daten-Strategien sorgfältig überprüfen, um sich in ein Experience Business zu transformieren", erklärt Adobe-Manager Ropers. 

Die Studie

Für die Studie "Reinventing Loyalty: The New Loyalty Experience“, wurden im Auftrag von Adobe europaweit mehr als 5000 Konsumenten (davon über 1000 in Deutschland) sowie rund 130 Marketing-Entscheider aus internationalen Unternehmen befragt.
"Marken begegnen heute einem neuen, wesentlich selbstbewussteren und digitalaffineren Konsumenten, der Produkte und Dienstleistungen sucht, die sich seinen individuellen Bedürfnissen anpassen", ergänzt Chris Brauer, Director of Innovation am Institute of Management Studies (IMS) der Goldsmiths University of London, das die Studie im Auftrag von Adobe durchgeführt hat. "Unternehmen, die durch maßgeschneiderte Erlebnisse einen Mehrwert schaffen, werden in Sachen Kundenbindung künftig die Nase vorne haben." dh
HORIZONT Newsletter Newsline

täglich um 17 Uhr die Top-News der Branche

 


Meist gelesen
stats