Adobe Digital Index Suchmaschinenwerbung wächst weltweit - besonders Bing profitiert

Donnerstag, 23. April 2015
Yahoo Bing wächst im Bereich SEM besonders stark
Yahoo Bing wächst im Bereich SEM besonders stark
Foto: Bing

Im Digital Advertising Report untersucht das Softwareunternehmen Adobe quartalsweise die zentralen Entwicklungen im Bereich Social und Search Advertising. Der aktuellen Ausgabe zufolge haben die Ausgaben im Bereich Suchmaschinen-Marketing (SEM) zugenommen. Insgesamt stiegen die Spendings in den vergangenen 12 Monaten um 5 Prozent.
Am stärksten wurde demnach in der Region Asien-Pazifik in diesem Bereich investiert. Hier stiegen die Ausgaben um 34 Prozent. Im weltweiten Vergleich zeigt sich, dass Google seine Dynamik vergangener Tage offenbar vorerst eingebüßt hat: Während die SEM-Ausgaben auf Google innerhalb eines Jahres um 1 Prozent zurückgingen, konnte Yahoos Suchmaschine Bing mit einem Plus von 22 Prozent kräftig zulegen. "Dennoch vereinigt Google weiterhin die große Merheit der Spendings in diesem Bereich auf sich", so Matt Roberts von Adobe Digital Index gegenüber dem Adobe-Portal cmo.com.
Bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinen erfreuen sich wachsender Beliebtheit (Bild: Screenshot

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Neben Search hat sich auch Social als fester Bestandteil im Mediamix vieler Unternehmen etabliert. Hier dominiert Facebook als mitgliederstärkste Social-Media-Plattform. Die Krux hierbei ist, dass die organische Reichweite von Page-Postings aufgrund der Vielzahl der Inhalte zurückgegangen ist. Wer auf Facebook wirklich gesehen werden will, muss Geld in die Hand nehmen. In den USA etwa brachen die organischen Facebook-Impressionen im 1. Quartal um 35 Prozent ein, während bezahlte Impressionen um 8 Prozent zunahmen. Insgesamt stieg die Zahl der Marken-Posts in den Staaten in diesem Zeitraum um satte 31 Prozent.

Außerdem widmet sich der Adobe-Report dem Thema Livestreaming-Apps, das vor allem durch Meerkat in diesem Jahr stark an Popularität gewonnen hat. Die App war seit der SXSW der Liebling der Early Adopter, allerdings scheinen sich die Machtverhältnisse zu verschieben, seit Twitter seine native Livestreaming-Anwendung Periscope in den Markt drückt. So verzeichnet Meerkat seit dem 1. März im Schnitt die höheren Nutzungsraten. In den vergangenen 14 Tagen jedoch wurde Periscope pro Tag stärker genutzt. So oder so: Der Trend ist da - und wird wohl bleiben: "Marketiers, die am Puls der Zeit bleiben wollen, sollten ein Auge auf Livestreaming haben", so Adobe-Analyst Joe Martin zu ceo.com.

Für den Digital Advertising Report hat Adobe mit seinen hauseigenen Lösungen aus der Adobe Marketing Cloud – Adobe Media Optimizer und Adobe Social – weltweit über 490 Milliarden Post-Impressionen auf Facebook, mehr als 525 Milliarden Ad-Impressionen auf Google- und Bing sowie über 2 Millionen Erwähnungen in Social Streaming Apps ausgewertet. Den kompletten Report gibt es hier zum Download. ire
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