Adobe „Die Definition des Marketing muss sich ändern“

Donnerstag, 17. September 2015
Jean-Michel Pittet
Jean-Michel Pittet
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Adobe Dmexco


In seiner Dmexco-Rede forderte Adobe Vice President Jean-Michel Pittet einen grundsätzlichen Wandel der Marketing-Branche. Die bisher gültige Grenze zwischen Kommunikation und Produkt sei immer öfter obsolet. Unternehmen müssten auf diesen Wandel reagieren, indem sie zu einer Echtzeit-Strategie wechseln.

Der Adobe-Manager illustrierte seine These mit einer persönlichen Anekdote. Als er eines Abends noch einen Kaffee trinken wollte, lieferte eine traditionelle Suchanfrage nur unbefriedigende Ergebnisse. Dagegen vermittelte ihm die Starbucks-App alle nötigen Informationen über das nächst gelegene Café, die dort verfügbaren Angebote und erleichterte am Ende auch noch den Bezahlvorgang. Pittet: „Ist diese App jetzt Teil des Marketings oder Teil des Produkts? Das traditionelle Marketing liefert keine echte Antwort. Aber klar ist, dass diese Art von Kundenerfahrungen künftig Marken definieren werden.“

Statt wie in der Vergangenheit allen Konsumenten ein möglichst homogenes Markenbild zu bieten, müssten Marken in Zukunft das Erlebnis der Kunden möglichst personalisieren: „Diese Erlebnisse werden zu einer Grundsäule des Marketings werden.“ Das bedeute allerdings nicht, dass eine klare Positionierung der Marke nun unwichtig sei: „Die Kunden erwarten immer noch ein konsistentes und vor allem kontinuierliches Markenerlebnis.“

Wesentlich ist für Pittet dabei, dass die Unternehmen ihre strategischen Abläufe verändern, um auf den kontinuierlichen Wandel der Marktbedingungen schnell genug reagieren zu können: „Unternehmen müssen lernen, unter Echtzeit-Bedingungen zu planen und zu reagieren.“ cam

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