Adidas CEO Herbert Hainer startet Mega-Kampagne in dreistelliger Millionenhöhe

Montag, 09. Februar 2015
Adidas-Chef Herbert Hainer
Adidas-Chef Herbert Hainer
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Bereits im Sommer kündigte Adidas-CEO Herbert Hainer neben einer kräftigen Aufstockung des Marketingbudgets die bislang größte Werbekampagne in der Firmengeschichte an. Nun wird es konkret. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" meldet, fällt der Startschuss für den Auftritt am kommenden Sonntag. Die Marke mit den drei Streifen will damit vor allem ihr Imageproblem in den USA in den Griff kriegen.
Das vergangene Jahr lief für Adidas nicht rund. Zwar kündigt der Konzern Rekordzahlen für den Heimatmarkt Deutschland an. Die Aktie legte allerdings im vergangenen Jahr eine schlechte Performance ab, war eines der Schlusslichter im gesamten Dax. In den USA will Adidas Branchenprimus Nike nicht so recht näher kommen. Das Unternehmen steht in der Kritik, sein Kerngeschäft in Westeuropa und vor allem Nordamerika vernachlässigt zu haben. In den USA macht die junge Marke Under Armour Adidas kräftig Konkurrenz. Zudem bereitet vor allem der Golfsport den Herzogenaurachern Kopfzerbrechen. Und auch die Geschäfte in Russland laufen nich rund. Die Antwort von Adidas-Chef Hainer: Er investiert einen dreistelligen Millionenbetrag ins Marketing. Laut "FAS" launcht die Sportmarke an diesem Donnerstag auf der New York Fashion Week eine gemeinsame Kollektion mit dem Rapper Kanye West. Und pünktlich zum NBA-All-Star-Game soll am Sonntag eine Mega-Kampagne in den USA an den Start gehen. Prominente Markenbotschafter seien unter anderem Fußballstar Lionel Messi und der Basketballprofi Derrick Rose. Ein deutscher Sportler tauche hingegen nicht auf - was den Fokus auf den wichtigen US-Markt nocheinmal unterstreicht.

Angesichts der zuletzt schlechten Performance der Adidas-Aktie baute Hainer im Management direkt unterhalb des Vorstandes um. Laut der Sonntagszeitung sollen zwölf der ingesamt 26 Top-Positionen neu besetzt worden sein. Nur noch fünf Manager seien Deutsche, sieben stammen aus den USA, vier aus Großbritannien und zwei aus Australien. jm
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