Ad Manager Snapchat startet Anzeigen-Plattform für Werbungtreibende

Donnerstag, 04. Mai 2017
So sieht der Snapchat Ad Manager aus
So sieht der Snapchat Ad Manager aus
© Snap

Snapchat will für Werbungtreibende attraktiver werden: Der Mutterkonzern Snap launcht im Juni den sogenannten Ad Manager, mit dem Werbekunden Kampagnen kaufen, managen und optimieren sowie Reportings abrufen können. Advertiser sollen ein solches Tool gefordert haben.
Wie Snap gegenüber HORIZONT Online mitteilt, soll der Ad Manager für Werbungtreibende kostenlos sein. Die Unternehmen sollen mit der Plattform ihre Kampagnen auf Snapchat einfacher orchestrieren können. So erhalten sie etwa allerlei Informationen - etwa über Impressions oder Swipe-Ups (siehe unten) - und können, falls nötig, nachjustieren. Auch KPIs zu den drei Snap-Ad-Typen App-Install, Long-form-Video und Webview sind aufrufbar.
So sieht der Snapchat Ad Manager für deutsche Marketer aus
So sieht der Snapchat Ad Manager für deutsche Marketer aus (Bild: Snap)
Der Ad Manager hat laut Snap bereits einen ersten Testlauf mit ausgewählten US-Werbungtreibenden hinter sich. Mit dabei waren etwa der Sneaker-Händler Goat, das soziale Netzwerk Mammoth Media, die Ticket-App Atom Tickets und der Geschenke-Händler Hollar. Deutsche Werbungtreibende waren nicht dabei. Offensichtlich hat Snap mit der Plattform gute Erfahrungen gemacht, sodass das Tool ab Juni nicht nur in den USA, sondern unter anderem auch in den relevanten Märkten Deutschland, Kanada, UK, Frankreich und Australien an den Start geht.
Und damit offenbar nicht genug: Snap startet parallel zum Ad Manager auch ein sogenanntes Mobile Dashboard und einen Business Manager. Mit dem Mobile Dashboard haben Werbekunden, die den neuen Ad Manager nutzen, die Möglichkeit, ihre Kampagnen auch in der Snapchat-App, also auf dem Smartphone, live zu überprüfen. Mit dem Business Manager können Werbungtreibende Administrations-Zugänge verwalten und etwa verschiedenen Accounts unterschiedliche Befugnisse erteilen.

Die Ankündigungen von Snap kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Erst am Dienstag kündigte WPP-Chef Martin Sorrell in einem Interview mit dem Video News Network Cheddar an, in diesem Jahr etwa 200 Millionen Euro in Snapchat-Werbung zu investieren. Damit würde der britische Konzern seine Werbeinvestitionen in das soziale Netzwerk verdoppeln. 2016 waren es noch 96 Millionen Dollar.

Das seit März börsennotierte Unternehmen Snap versucht vor allem in Deutschland immer stärker Fuß zu fassen. Erst wurde vor wenigen Wochen mit der Ex-Facebook-Managerin Marianne Bullwinkel die erste DACH-Chefin für Snap ernannt, dann startete die Firma von CEO Evan Spiegel in der vergangenen Woche zudem die ersten deutschen Medienpartnerschaften mit "Bild", Spiegel Online, Sky Sport und Vice. ron
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