Ab-in-den-Urlaub.de Unister reagiert mit Online-Spot auf Werberat-Beschwerden

Dienstag, 02. Juni 2015
Hat das Aufsehen beim Werberat erregt: Der schon 2014 gelaunchte Ab-in-den-Urlaub-Spot mit der Botschaft: "Wer früher kommt, hat länger Spaß."
Hat das Aufsehen beim Werberat erregt: Der schon 2014 gelaunchte Ab-in-den-Urlaub-Spot mit der Botschaft: "Wer früher kommt, hat länger Spaß."
Foto: Screenshot Youtube
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Unister Werberat YouTube Dirk Rogl


"Wer früher kommt, hat länger Spaß" - mit dieser Botschaft und einem weiblichen Voiceover mit französischem Akzent bewirbt Ab-in-den-Urlaub.de seit Anfang 2014 seine Frühbucherangebote im TV. Mittlerweile hat der Spot jedoch zu einigen Beschwerden beim Werberat geführt. Der Vorwurf: Das Commercial "reduziere französische Frauen auf ihre vermeintlich besonders ausgeprägte Sexualität". Jetzt hat die Mutterfirma Unister Travel mit einem ironischen Youtube-Video auf die Beschwerden reagiert.
Der 75-sekündige inhouse entwickelte Clip kommt dabei in der gleichen Machart daher wie der TV-Spot, der die Beschwerdeführer auf den Plan gerufen hat (siehe Original unten): Zu sehen sind zwei Fußpaare am Ende eines Bettes, über den Körpern der Protagonisten liegt eine weiße Decke. Begleitend zu munterem Füßeln erzählt das Voiceover von den für die Marke überraschenden Vorwürfen und fragt in Richtung der Beschwerdeführer: "Sind Sie da nicht vielleicht einem kleinen Vorurteil erlegen?" Im Anschluss verdeutlicht die junge Frau mit französischem Akzent noch einmal, was mit der Botschaft "Wer früher kommt, hat länger Spaß" wirklich erreicht werden soll: eine Reisebuchung auf Ab-in-den-Urlaub.de natürlich.
"Wir sind aufrichtig verwundert über die Intensität und Richtung der Vorwürfe der Beschwerdeführer und haben dies humorvoll verpackt", sagt Dirk Rogl, Direktor Kommunikation bei Unister Travel gegenüber HORIZONT Online. Tatsächlich wird in der ungewöhnlichen Videobotschaft klar, dass das Unternehmen nicht gewillt ist, vor dem Werberat klein beizugeben und den Spot zurückzuziehen. Vielmehr wolle man ihn auch in Zukunft noch fallweise einsetzen. Neben dem Youtube-Clip hat Unister Travel freilich auch noch eine schriftliche Stellungnahme zu den Vorwürfen beim Werberat eingereicht, über die dieser in den nächsten Tagen entscheiden dürfte. Man darf gespannt sein, wie die jetzt schon delikate Angelegenheit ausgehen wird. tt
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