ADAC-Krise Jürgen Heraeus soll dem Automobilclub als Beirat helfen

Mittwoch, 12. Februar 2014
Jürgen Heraeus soll helfen, den ADAC aus der Krise zu führen (Foto: Heraeus)
Jürgen Heraeus soll helfen, den ADAC aus der Krise zu führen (Foto: Heraeus)


Jürgen Heraeus gehört zu den großen Unternehmerpersönlichkeiten in Deutschland. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Heraeus Holding, ein weltweit tätiges Edelmetall- und Technologieunternehmen, wird jetzt Beirat beim ADAC. Das Gremium, das aus mehreren Persönlichkeiten bestehen soll, wird beratend tätig sein und dabei helfen, den ins Schleudern geratenen ADAC auf einen neuen Kurz zu bringen. "Der ADAC und seine Gelben Engel stehen in Deutschland für Helfer in der Not. Die jetzt bekannt gewordenen Vorkommnisse haben den Ruf des ADAC beschädigt. Ich möchte als Mitglied des ADAC Beirates dafür Sorge tragen, dass die jetzt eingeleiteten Reformen die zu Tage gekommenen Missstände beseitigen und so das Vertrauen in den ADAC wieder hergestellt wird", sagt der Unternehmer.

Bevor er auf den Aufsichtsratsposten wechselte, war Heraeus von 1983 bis 2000 Geschäftsführer in dem Familienunternehmen. Unter seiner Führung wuchs der Umsatz auf acht Milliarden Euro. Der Unternehmer war viele Jahre Vorsitzender des Arbeitskreises China im Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA).

Mit in die Krise geratenden Organisationen kennt sich Heraeus aus. Nach dem Spendenskandal bei Unicef Deutschland übernahm er dort im April 2008 den Vorsitz. Seitdem ist es ihm gelungen, die Reputation des Kinderhilfswerk wieder herzustellen. Im Herbst 2007 war die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks wegen Verschwendungsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten. Die Folge war ein Rückgang der Einnahmen um 20 Prozent und der Verlust des Spendensiegels wegen mangelnder finanzieller Transparenz. Das ist mittlerweile Geschichte. mir
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