6Wunderkinder Microsoft übernimmt Berliner Start-up

Dienstag, 02. Juni 2015
6Wunderkinder haben die To-do-Listen-App Wunderlist erfunden
6Wunderkinder haben die To-do-Listen-App Wunderlist erfunden
Foto: Screenshot wunderlist.com
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Microsoft Start-up Wunderlist Christian Reber


Der Internetriese Microsoft hat das Berliner Unternehmen 6Wunderkinder gekauft. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, soll der Konzern 200 Millionen US-Dollar bezahlt haben. Das bekannteste Produkt des Start-ups ist die To-do-Listen-App Wunderlist, mit der sich zum Beispiel Einkaufslisten erstellen lassen.
6Wunderkinder gilt als eines der bislang erfolgreichsten Unternehmen aus der Berliner Startup-Szene. Gegründet wurde es Anfang 2011 unter anderem von Christian Reber. Das Unternehmen entwickelt cloud-basierte Anwendungen, die sowohl auf stationären als auch mobilen Geräten laufen. Es handelt sich dabei um einfach zu bedienende Management-Tools, die sich online synchronisieren lassen. Dadurch hat der Nutzer jederzeit die Möglichkeit, darauf zuzugreifen und es zu aktualisieren. Ende 2013 stieg Sequoia Capital aus Kalifornien mit 19 Millionen Dollar in das Start-up ein. Zu den Investoren gehören außerdem der Startup-Finanzierer Earlybird sowie der schwedische Fonds Atomico, der von den einstigen Skype-Gründern geführt wird. Zuletzt stellten die "Wunderlist"-Macher Schnittstellen zu anderer Software vor - darunter auch zu Microsofts Notizen-Service OneNote.

Mit der Übernahme will Microsoft laut WSJ sein mobiles Profil weiter schärfen. Hier liegt der Softwarekonzern hinter den Konkurrenten Apple und Google zurück. Vor einem halben Jahr hat Microsoft bereits den mobilen E-Mail-Dienstleister Acompli gekauft, im Februar verleibte sich das Unternehmen den mobilen Kalender-App-Hersteller Sunrise Atelier ein. Beides Firmen aus den USA. jm (mit Material von dpa)
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