30.000 € plus X So wenig verdient man in der Onlinebranche

Dienstag, 09. Mai 2017
Nicht jeder Onliner zu den Topverdienern
Nicht jeder Onliner zu den Topverdienern
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Onlinebranche Gehaltsstudie Digitalisierung E-Commerce


Die Digitalisierung durchdringt derzeit sämtliche Wirtschaftsbereiche. Wem deshalb eine Laufbahn als Online-Fachkraft vorschwebt, der sollte sich allerdings genau überlegen, ob er wirklich bei einem reinrassigen Internet-Unternehmen anheuern will. Denn viel verdienen kann man bei Digitalagenturen, E-Commerce-Anbietern und Website-Betreibern in der Regel nicht - vor allem als Einsteiger. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Gehalt.de.
Das Hamburger Vergleichsportal hat knapp 2000 Gehaltsdatensätze aus der Onlinebranche ausgewertet. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick ziemlich überraschend: Mit gerade einmal 48.400 Euro Jahresgehalt sind Informatiker die absoluten Spitzenverdiener der Branche.

Die Gehälter in der deutschen Onlinebranche

Quelle: Gehalt.de
Auf Rang 2 liegen Online Marketing Manager mit einem Jahressalär von lediglich 41.200 Euro, gefolgt von Sales Managern mit 38.700 Euro, SEO Managern (38.500 Euro) und Social Media Managern (37.300 Euro). Noch weniger verdienen Content Manager (37.000 Euro), am schlechtesten werden Grafiker bezahlt, die in den Steuererklärungsbogen des Finanzamts gerade einmal knapp 36.800 Euro eintragen dürfen.  Dass Gehalt.de für die Onlinebranche vergleichsweise niedrige Löhne ausweist, hat auch mit der Methode zu tun. Zum einen wurden bei der Auswertung lediglich Fachkräfte ohne Personalverantwortung berücksichtigt. Heißt: Führungskräfte, die in der Regel deutlich besser verdienen, blieben außen vor. Die meist schlanken Gehälter der Berufseinsteiger wurden dagegen berücksichtigt. 

Zum anderen handelt es sich bei den ausgewiesenen Jahresgehältern nicht um Durchschnittswerte, sondern um den Median, der die Mitte aller Daten beschreibt und genauer sein soll als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann. Da beim Median 50 Prozent der Gehälter über und 50 Prozent unter dem angegebenen Wert liegen, gibt es bei den Löhnen durchaus Spielraum - allerdings nach oben und unten. So verdienen zwar 25 Prozent der Informatiker mehr als 56.600 Euro jährlich. Allerdings müssen sich 25 Prozent auch mit Gehältern unter 41.400 Euro zufrieden geben. Ein ähnliches Bild zeigt sich am Ende der Gehaltsskala. So verdienen 25 Prozent der Grafiker mindestens 45.400 Euro und damit deutlich mehr als der Median (36.800 Euro) vermuten lässt. Allerdings werden weitere 25 Prozent der Grafiker mit einem Gehalt von unter 32.300 Euro abgespeist. mas
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