Überwachungsvorwürfe: Lidl erklärt sich seinen Kunden am Rande

Donnerstag, 27. März 2008
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Lidl Überwachungsvorwurf Imageschaden


Der Discounter Lidl nimmt zu den Vorwürfen wegen des Ausspionierens seiner Mitarbeiter pflichtbewusst Stellung - scheint sich aber nicht allzu sehr um einen bleibenden Imageschaden auf Seiten der Kunden zu fürchten. Auf der Homepage des Handelsunternehmens ist ein Anriss mit folgender Überschrift zu lesen: "Information für unsere Kunden zu den öffentlichen Vorwürfen gegen Lidl." Der Abschnitt steht in Kleindruckmanier neben der großformatigen Werbung für das aktuelle Angebot an Gartenprodukten. In der Ansprache heißt es unter anderem: "Der Eindruck, Lidl würde seine Mitarbeiter systematisch bespitzeln, entspricht in keinem Fall den praktizierten Führungsgrundsätzen des Unternehmens und dem gelebten fairen Umgang mit seinen Mitarbeitern." Ein solches Vorgehen sei weder gewollt noch beabsichtigt gewesen. Als Grund für die Kamerainstallierungen nennt das Unternehmen die wachsende Zahl von Diebstählen und der damit verbundene Inventurverlust. Der "Stern" hatte mit einem Artikel über die systematische Überwachung der Lidl-Mitarbeiter das Unternehmen öffentlich an den Pranger gestellt. mh

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