Ökostrom: DB macht Bahncard-Inhaber zu Umweltengeln

Freitag, 22. März 2013
Zum Vergrößern bitte anklicken (Bild: DB).
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Ganz sicher kein Aprilscherz: Pünktlich zum längst überfälligen Frühlingsanfang will die Deutsche Bahn (DB) grüner werden und setzt im Fernverkehr
ab 1. April auf Ökostrom. Alle Inhaber von Bahncards sowie anderer Strecken- oder Zeitkarten bekommen dann die Garantie, zu 100 Prozent mit sauberer Energie befördert zu werden. Rechtzeitig zur teilweisen Umstellung auf Ökostrom hat die DB einen TV-Spot geschaltet. Verantwortlich für die Kampagne zeichnet die Frankfurter Werbeagentur Ogilvy. "Deutschland ist das grünste Land der Welt" heißt es in dem Spot. Da ist es für die Deutsche Bahn nur logisch, dass Deutschland auch zum Vorreiter im Bereich nachhaltiger Mobilität werden muss. Zu schaffen sei dies jedoch nicht im Flug- oder Straßenverkehr, sondern nur mit der Bahn. Der Spot existiert in einer 45-Sekunden- und in einer 10-Sekunden-Version. Beide Varianten sind noch bis Ende März auf allen reichweitenstarken öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Sendern zu sehen, danach soll ein weiterer Spot zur grünen Bahncard geschaltet werden. Produziert hat den Spot Blackpearlfilm in Frankfurt. Im Internet bewirbt die Bahn ihre Nachhaltigkeitskampagne mit einer eigenen Microsite, auf der die grüne Aktivität des Konzerns detailliert beschrieben wird.

Das Konzept der grünen Bahncard funktioniert wie folgt: Künftig ermittelt die DB, wie viele Bahncard- oder Netzkarteninhaber es gibt und speist auf eigene Kosten entsprechend viel Ökostrom in das Netz ein. Je mehr Vielfahrer es gibt, desto mehr Strom aus regenerativen Quellen muss die Bahn also besorgen. Wer keine Bahncard oder andere Netzkarten besitzt, kann ebenfalls mit sauberer Energie fahren - muss dafür zu seinem Ticket aber einen Aufschlag von einem Euro zahlen. Bereits vor knapp einem Jahr hatte die Bahn testweise eine "grüne Probe-Bahncard 25" eingeführt. Die Kommunikation fand damals ausschließlich über die Facebook-Kanäle "DB Bahn" und "Deutsche Bahn Konzern" statt. fam
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