Ökoautos: Deutsche fühlen sich schlecht informiert

Mittwoch, 17. August 2011
TV-Spot für den Nissan Leaf
TV-Spot für den Nissan Leaf

E-Autos sind eines der Hauptthemen der Internationalen Automobil-Ausstellung, die Mitte September ihre Tore zum 64. Mal öffnet. Und mit Sicherheit wird das Interesse der Besucher an Fahrzeugen wie dem Opel Ampera, dem VW Up, dem Nissan Leaf oder den BMW i3 sehr groß sein. Allerdings werden alternative Antriebskonzepte wie Elektro- und Hybridantriebe alleine nicht ausreichen, um Konsumenten zum Umstieg zu bewegen. So fordern fast 70 Prozent der Autofahrer eine bessere infrastrukturelle Vernetzung bestehender Verkehrsmittel. Das zeigt eine aktuellen Online-Befragung der Mainzer Strategie- und Unternehmensberatung 2hm & Associates gemeinsam mit den Marktforschern von Research Now.
Die beiden Partner wollten in der repräsentativen Studie die Einstellungen und Anforderungen der Autofahrer zur Mobilität analysieren. Danach wären knapp zehn Prozent der Befragten künftig bereit, auf ein Auto zu verzichten, wenn es entsprechende alternative Angebote geben würden. Elf Prozent wären bereit, auf einen Mietwagen oder Car-Sharing-Modelle umzusteigen. Besonders ausgeprägt ist diese Neigung bei jüngeren und männlichen Autofahrern sowie in Großstädten. Rund ein Fünftel der befragten 500 Teilnehmern sieht in der vermehrten BIldung von Fahrgemeinschaften eine weitere Möglichkeit. 17 Prozent der Befragten würden hingegen lieber einen monatlichen Mehrpreis von 10 Prozent für ihre Mobilität dafür akzeptieren, als auf ihr Fahrzeug zu verzichten - vorausgesetzt die Kosten kämen umweltfreundlichen Projekten zu Gute.

Bei den alternativen Antriebskonzepten rangiert bei 56 Prozent der Autofahrer Hybrid ganz vorne. 46 Prozent setzen lieber auf das E-Auto. Spannend dürfte dabei für viele Hersteller nach wie vor die Frage sein, ob die Kunden bereit sind, diese eher zu kaufen oder zu leasen. Nach der Untersuchen bevorzugen 40 Prozent der Autofahrer bei einem E-Mobil den Kauf. Das Interesse für eine Finanzierung oder eines Leasingvertrages ist mit knapp einem Viertel weniger stark ausgeprägt. Lediglich ein Achtel der Autofahrer würde sich kein eigenes E-Auto anschaffen und bei Bedarf ein Fahrzeug mieten. Für künftige Bezahlmodelle haben die Studienteilnehmer ebenfalls eine klare Priorität: 23 Prozent würden eine Mobilitätsflatrate im Mix mit anderen Verkehrsmitteln begrüßen. Und noch eines dürfte die Hersteller aufschrecken: Gut ein Drittel der Autofahrer fühlt sich beim Thema neue Antriebskonzepte wenig beziehungsweise schlecht informiert. Darunter befinden sich insbesondere jüngere und weibliche Studienteilnehmer. mir
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