Zumwinkel schießt gegen Springer

Montag, 05. November 2007
Klaus Zumwinkel legt im Streit um Briefmonopol nach
Klaus Zumwinkel legt im Streit um Briefmonopol nach

Nachdem die Deutsche Post mit Anzeigenstornierungen auf eine provokante Kampagne der Zeitungsverleger zum Briefmonopol reagiert hatte, schien der Streit vorerst beendet. Nun legt der Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel in einem Interview nach.Zumwinkel warf dem Verlag Axel Springer, Mehrheitseigentümer des Post-Konkurrenten Pin Group, in einem "Spiegel"-Gespräch "Kampagnenjournalismus" gegen ihn und seinen Konzern vor. Zumwinkel äußerte sich auch zu dem Gerücht, Axel Springer wolle seine Beteiligung an dem Briefdienstleister Pin an den niederländischen Post-Konkurrenten TNT verkaufen. "In der Branche ist bekannt, dass TNT schon immer Pin kaufen wollte, zunächst jedoch Springer als Anteilseinsammler und verlegerische Speerspitze gern gesehen hat", so Zumwinkel.

Zugleich bekräftigte der Chef des Bonner Konzerns seinen Plan, ins Geschäft mit Gratiszeitungen einzusteigen: "Wenn sich Gratiszeitungen für uns rechnen, werden wir es machen. Da habe ich vor niemandem Angst, erst recht nicht vor schlechten Schlagzeilen", sagte Zumwinkel. jh



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