Zenithoptimedia: Globaler Werbemarkt schrumpft

Montag, 08. Dezember 2008
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Schlechte Nachrichten: Zenithoptimedia hat im aktuellen Forecast die Wachstumserwartungen des Werbemarktes erneut nach unten korrigiert: Für 2009 prognostizierte das Medianetzwerk vor drei Monaten ein Wachstum der Umsätze um vier Prozent - jetzt gehen die Experten von einem leichten Schrumpfen des Werbemarktes um 0,2 Prozent aus. Am härtesten trifft es Nordamerika, insbesondere die USA, und Westeuropa: Der US-Werbemarkt wird voraussichtlich sogar um 5,7 Prozent schrumpfen, der westeuropäische um ein Prozent.

Unter dem Abschwung leiden insbesondere Hörfunk (minus 7 Prozent) und Print: Die Zeitungen müssen mit Rückgängen von 6,3 Prozent rechnen, Zeitschriften könnten ein Minus von 2,9 Prozent verbuchen. Internetwerbung wird vor allem aufgrund der Innovationskraft und Messbarkeit von Webwerbung weiterhin zulegen - um 18 Prozent. Bis 2011 wird der Anteil des Webs am gesamten Werbevolumen damit 15,6 Prozent betragen.

TV bleibt global gesehen stabil. „Werbungtreibende tendieren dazu, eher Budgets aus anderen Medien abzuziehen, um die Emotionalität und Impulskraft des Mediums TV weiter zur Stärkung ihrer Marken einzusetzen", sagt Michael Bohn, CEO und Chairman Zenithoptimedia. Hierzulande können sich die TV-Vermarkter allerdings nicht entspannt zurücklehnen: In Deutschland wird TV 3,5 Prozent verlieren, damit aber immer noch weniger als der Gesamtwerbemarkt (minus 4,6 Prozent). mh
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