Zenith prognostiziert Online-Werbeboom in Deutschland

Montag, 30. Juni 2008
Erwartet Online-Werbeboom in Deutschland: Michael Bohn
Erwartet Online-Werbeboom in Deutschland: Michael Bohn

Die aktuelle Prognose von Zenith Optimedia bietet diesmal Licht und Schatten. Die schlechte Nachricht: Der Werbemarkt wird in diesem Jahr langsamer wachsen als ursprünglich vorhergesagt. Die gute Nachricht dürfte vor allem die hiesigen Online-Vermarkter freuen. Denn der Boom des Internet soll weiter anhalten. Laut der Studie "Advertising Expenditure Forecast" von Zenith Optimedia entwickeln sich die Werbemärkte in Westeuropa und Nordamerika durch die Auswirkungen der Kreditkrise und die anziehenden Energie- und Rohstoffpreise weiterhin gebremst: In Westeuropa werden die Ausgaben in Werbung dieses Jahr nur um 3,7 Prozent ansteigen -, statt, wie im März prognostiziert, um 3,9 Prozent.

Die Werbeinvestitionen in Nordamerika klettern im laufenden Jahr um 3,5 Prozent, also zwei Prozentpunkte weniger als im März angenommen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen . Die Agenturgruppe geht davon aus, dass die Werbeinvestitionen in Westeuropa bis 2010 weiter zunehmen. 2009 wird ein Gesamtwachstum der westeuropäischen Werbeinvestitionen um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet, für 2010 eine Steigerung um 4,6 Prozent.

Grund für das Wachstum ist der anhaltende Boom des Internets. "In Deutschland rechnen wir mit einem Anstieg der Werbeinvestitionen in das Internet bis 2010 um über 30 Prozent - damit sind die Wachstumsraten hier höher als bei allen anderen Medien", erklärt Michael Bohn, CEO Zenith Optimedia.

Der weltweite Werbemarkt entwickelt sich 2008 mit 6,6 Prozent etwas stärker als im März mit 6,5 Prozent prognostiziert, maßgeblich beeinflusst durch das überdurchschnittlich starke Wachstum sich entwickelnder Märkte wie China und Russland.

Erstmals in seiner Geschichte erreicht das Internet als Werbemedium dabei einen zweistelligen Marktanteil: Im laufenden Jahr werden 10,2 Prozent der weltweiten Werbespendings in das World Wide Web fließen. Ursprünglich war der Sprung über die 10-Prozent-Marke erst für 2009 prognostiziert.
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