Zenith Optimedia hebt Prognose für den Werbemarkt erneut an

Montag, 18. Oktober 2010
Nicole Prüsse, Chairman von Zenith Optimedia Deutschland
Nicole Prüsse, Chairman von Zenith Optimedia Deutschland

Die Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia hat ihre Prognose für den weltweiten Werbemarkt zum vierten Mal in Folge nach oben korrigiert. Die Werbemärkte erholten sich weit schneller als erwartet. Für 2010 rechnet die Agentur in ihrer Studie "Advertising Expenditure Forecast" mit einem weltweiten Wachstum des Werbemarktes von 4,8 Prozent. Für Westeuropa geht Zenith Optimedia von einem Wachstum von 3 Prozent in diesem und im kommenden Jahr aus. Der deutsche Werbemarkt wird nach der Prognose leicht hinter der Entwicklung in Westeuropa zurückbleiben: "Weil sich auch die deutsche Wirtschaft stark und stabil entwickelt, rechnen wir für den deutschen Werbemarkt mit einem Plus von 2,4 Prozent in 2010 und 2,8 Prozent in 2011", erläutert Nicole Prüsse, Chairman Zenith Optimedia Deutschland.

Für 2011 rechnet Zenith Optimedia mit einem Plus des Werbemarktes von 4,6 Prozent, für 2012 von 5,4 Prozent. Trotz der positiven Entwicklung schüttet die Studie auch Wasser in den Wein: So bleibe der Werbemarkt hinter dem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von rund 6 Prozent zurück. Der Anteil des Werbemarktes am weltweiten Bruttoinlandsprodukt sinkt auf 0,75 Prozent im laufenden Jahr und geht bis 2012 auf 0,74 Prozent zurück.

Unter den Mediengattungen haben Internet und Fersehen die Wirtschaftskrise am besten überstanden und gehen gestärkt aus der Rezession hervor: Bis 2012 werden 41,6 Prozent der Werbeinvestitionen in das Fernsehen fließen (2009: 39,2 Prozent), in das Internet 16,5 Prozent (2009: 12,8 Prozent). In Deutschland geht die Studie von einem Anstieg der Werbegelder in das Internet in 2010 von 16,1 Prozent aus, in das Fernsehen um 6,1 Prozent.

"Internet und TV sind die klaren Gewinner der Krise. Das weitere Wachstum beider Gattungen wird künftig nicht zuletzt von der Annäherung oder gar Verschmelzung von TV und Online-Bewegtbild abhängen. Denn das bewegte Bild wird auch in Zukunft unentbehrlicher Emotionsträger aller großen Kampagnen sein - bildschirmübergreifend", erklärt Nicole Prüsse. dh
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