ZDF-Moderatorin Müller-Hohenstein will Zusammenarbeit mit Weihenstephan beenden

Montag, 05. Juli 2010
Katrin Müller-Hohenstein auf der Website von Weihenstephan
Katrin Müller-Hohenstein auf der Website von Weihenstephan

Erneuter Ärger für ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein: Ihr Arbeitgeber, ZDF-Chefredakteur Peter Frey, stört sich an einem Werbeauftritt seiner WM-Frontfrau. Dem "Medium Magazin" sagte Frey: "Ihr Internet-Auftritt auf den Seiten von Weihenstephan ist nicht glücklich und kann so nicht bleiben." Der Vertrag entspreche "nicht den Vorstellungen des ZDF von Auftritten seiner journalistischen Köpfe". Müller-Hohenstein entschuldigte sich mittlerweile für den "Fehler". Die Moderatorin, die beim ZDF gemeinsam mit Oliver Kahn live von der WM berichtet, ist Mitglied im sogenannten Qualitätsbeirat von Weihenstephan. Das vornehmlich aus Kunden zusammengesetzte Gremium führte die Molkerei Anfang 2009 ein, um dem veränderten Qualitätsbewusstsein der Verbraucher Rechnung zu tragen.

Eben dies tut Müller-Hohenstein in einem PR-Film, der auf der Website des Unternehmens nach wie vor zu sehen ist. Als "Schirmherrin des Weihenstephan Qualitätsbeirats" testet sie diverse Produkte und spricht über gesunde Ernährung.

Die Sportmoderatorin entschuldigte sich mittlerweile via "Spiegel": „Das Engagement war ein Fehler, den ich bedaure", sagte sie dem Nachrichtenmagazin. "Es war nie meine Absicht zu werben. Ich beende die Arbeit als Schirmherrin des Beirats." Laut Arbeitsvertrag, seinerzeit noch vom ehemaligen Chefredakteur Nikolas Brender unterzeichnet, sind ihr werbliche Aktivitäten offenbar untersagt. Frey zufolge sei der werbliche Charakter aus dem Nebentätigkeitsantrag nicht ersichtlich gewesen. Zudem sagte ein ZDF-Sprecher am Freitag, weder dem Sender noch der Moderatorin gefalle die Umsetzung. 

Bei der staatlichen Molkerei in Freising zeigte man sich darüber verwundert: "Alle Maßnahmen wurden von uns mit Frau Müller-Hohenstein abgestimmt, auch der Film - und zwar so, wie er auf der Website steht", sagt eine Sprecherin auf Anfrage von HORIONT.NET. Gemeinsam mit den eigenen Juristen und dem Management von Müller-Hohenstein suche man derzeit nach einer Lösung, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Der Vertrag gilt eigentlich bis Ende des Jahres, zwei bis drei weitere Filme mit der ZDF-Frau sollen in Planung gewesen sein - das allerdings hat sich wohl erledigt.

Müller-Hohenstein wird von TMA vermarktet, einem Joint Venture der P7S1-Tochter Starwatch Music und der von Peter Olsson geführten Agentur Performance Plus. mh
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