ZAW sieht Signale für Erholung

Dienstag, 25. Mai 2004

Der Zentralverband der Werbewirtschaft (ZAW) beobachtet eine leichte Aufwärtstendenz in der Werbebranche. Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung könnte das Minus 2004 weiter verringert werden, wenn nicht sogar ins Plus drehen. Mit einer genauen Prognose hält sich Verbandschef Hans-Henning Wiegmann jedoch zurück. 2003 verbuchte die deutsche Werbewirtschaft Gesamtinvestitionen von 28,91 Milliarden Euro - ein Minus von 2,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Von 2002 zu 2001 hatte der Rückgang jedoch noch bei 5,7 Prozent gelegen.

"Dass die Verluste 2003 halbiert wurden, könnte ein Indiz dafür sein, dass der Weg wieder nach oben führt", sagte ZAW-Sprecher Volker Nickel bei der Vorstellung der Jahreszahlen für 2003 in Berlin. Aus manchen Branchen kämen zudem einzelne positive Signale. Als Wachstumsträger könnten sich in diesem Jahr vor allem die Sektoren Telekommunikationsmittel, Handel, freiverkäufliche Arzneimittel, Finanzdienstleistungen und -anlagen, Tourismus und Versicherungen entpuppen. "Gründe für höhere Etats sind politische Maßnahmen, wachsender Wettbewerbsdruck, Produktinnovationen, Preiskämpfe und auch Hoffnungen auf Konjunktur", sagte Wiegmann.

Auf ein Wiedererstarken hoffen vor allem die Medien, auf die im vergangenen Jahr 19,28 Milliarden Euro der Gesamtinvestitionen entfallen sind. Sie verbuchten ein Minus von 4,3 Prozent. Der Rückgang wird besonders von den Tageszeitungen getrieben, die schon allein als stärkster Werbeträger ein Minus von 9,8 Prozent registrierten. "Ohne die Zeitungen wäre der Rückgang nur 2,4 Prozent hoch gewesen", rechnet Wiegmann vor. Die zweitwichtigste Gattung Fernsehen musste ebenfalls Federn lassen. Mit einem Minus von 3,7 Prozent und Einnahmen von rund 3,8 Milliarden Euro, sieht die Welt aber schon wieder besser aus als im Jahr 2002. Damals waren die Einnahmen um 11,5 Prozent eingebrochen, nach minus 5,1 Prozent in 2001. pap
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