ZAW rechnet 2003 mit einem Werbewachstum von 1 Prozent

Donnerstag, 12. Dezember 2002

Nach dem unerwartet schweren Jahr 2002 sieht der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) nun erste Hoffnungszeichen für eine Trendwende im kommenden Jahr: Die 41 im ZAW zusammengeschlossenen Organisationen der werbungtreibenden Unternehmen, Agenturen und Medien rechnen 2003 mit einem Wachstum der Werbeinvestitionen von 1 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro.

Doch der Rückblick auf 2002 fällt erst einmal ernüchternd aus: Laut ZAW sind die Investitionen in Werbegestaltung, Werbemittelproduktion und in die Medien als Werbeträger um rund 5 Prozent auf 30 Milliarden Euro gefallen, 1,5 Milliarden weniger als im Vorjahr. Damit ist der Umsatz auf das Niveau von 1998 gesunken. Besonders die Medien, in die rund 70 Prozent aller Investitionen in Werbung fließen, leiden in diesem Jahr unter der Flaute: 2001 kamen sie noch auf einen Nettoumsatz von 21,7 Milliarden Euro - in diesem Jahr werden es nach ZAW-Prognosen rund 6 Prozent oder 1,3 Milliarden Euro weniger sein.

Die Tageszeitungen haben am stärksten zu knabbern: Bereits Ende 2001 mussten sie bei den Nettowerbeerlösen ein 14-Prozent-Minus von 900 Millionen auf 5,6 Milliarden Euro hinnehmen. Und für das nun ablaufende Jahr befürchtet der ZAW einen erneuten Einbruch der Werbeeinnahmen von 10 Prozent - das wären weitere 560 Millionen Euro Minus. Auf einen Rückgang der Erlöse durch Spots, Sponsoring & Co in Höhe von 6 Prozent (270 Millionen Euro) muss sich TV als zweitgrößter Werbeträger in Deutschland einstellen. Mehr zur ZAW-Werbebilanz lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 50/2002, die am heutigen Donnerstag erscheint.
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