ZAW: Werbeinvestitionen um 5,1 Prozent gesunken

Dienstag, 28. Mai 2002

Die deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr 31,5 Milliarden Euro in Werbung investiert. Das sind 5,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit ist der Anteil der Werbeinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt von 1,64 auf 1,53 Prozent gefallen - der niedrigste Wert seit Jahren. Dies gab der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am heutigen Dienstag in Berlin bekannt.

Bei den Werbeinvestitionen sind der Aufwand für Honorare und Gehälter, die Kosten für die Produktion von Spots und Anzeigen sowie für Media zusammengefasst. Die Einnahmen der Medien als Werbeträger, also Media-Investitionen der Unternehmen abzüglich Rabatt und Mittlerprovisionen, sind noch stärker gesunken: um 7,3 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr hat die Branche eine Wende zum Aufschwung weitgehend abgeschrieben. Die rückläufigen Werbeeinnahmen der Medien in der ersten Hälfte des Jahres 2002 seien auch bei einem Anziehen der Investitionsbereitschaft der Unternehmen in ihre Marktkommunikation im Weihnachtsgeschäft kaum noch auszugleichen. "Dies bedeutet in diesem Jahr Stagnation bei den Werbeausgaben", sagt ZAW-Präsident Hans-Henning Wiegmann.
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