ZAW: Werbeinvestitionen sinken in diesem Jahr um 1,4 Prozent

Dienstag, 21. Oktober 2003

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) beurteilt die Werbekonjunktur deutlich pessimistischer als noch im Frühjahr. Der Verband rechnet für das laufende Jahr nur noch mit Werbeinvestitionen in Höhe von 29,2 Milliarden Euro - das wären noch einmal 1,4 Prozent weniger als 2002. Damit würden die Werbeinvestitionen im dritten Jahr in Folge sinken. Der ZAW spricht von der "längsten Rezessionsphase in der deutschen Werbegeschichte". Noch im Frühjahr war der Verband von einem leichten Aufschwung ausgegangen.

Der soll nun aber im kommenden Jahr erfolgen. "Der Abwärtstrend hat sich in den letzten neun Monaten verlangsamt", sagte ZAW-Präsident Hans-Henning Wiegmann an diesem Vormittag in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse der Herbstumfrage unter den 41 Mitgliedsorganisationen des ZAW. Für das kommende Jahr rechnet der ZAW nur "mit leichten Impulsen, die den Werbemarkt auf die Ebene der Stagnation führen - aber vorerst mit angezogener Handbremse", so die vorsichtige Formulierung des ZAW. Das zögerliche Werbeverhalten der Unternehmen spiegelt sich in den Einnahmen der Medien wieder: Für das laufende Jahr rechnet der ZAW hier netto mit 19,7 Milliarden Euro - das wären 2 Prozent weniger als 2002. rp
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