ZAW-"Schwarzbuch": Werberegulierungen kosten die Branche 4,7 Milliarden Euro

Dienstag, 27. August 2002

Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl schlägt der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) Alarm: Die Branche befürchtet Umsatzverluste von bis zu 4,7 Milliarden Euro, falls die gegenwärtig in Berlin und Brüssel vorbereiteten oder diskutierten Werberegulierungen sich zu Totalverboten von Werbung für einzelne Produktgruppen auswachsen.

Zu diesem Schluss kommt der ZAW in seinem "Schwarzbuch Werbeverbote", das der Verband am Dienstag mittag erstmals vorstellte. Danach müssten die Medien ein Werbeumsatz-Minus von 3,6 Milliarden Euro befürchten. Den Einkommensverlust von Mitarbeitern in der Werbe- und Druckindustrie beziffert der ZAW auf 320 Millionen Euro, den drohenden Umsatzrückgang bei der Werbemittelproduktion auf 760 Millionen Euro.

"National und europäisch baut sich eine Welle politischer Projekte gegen die Kommunikationsfreiheit der Wirtschaft auf", klagt ZAW-Präsident Hans-Henning Wiegmann. Die Bedrohungen seien in teils hochkomplexen Zusammenhängen enthalten, die öffentlich nur schwer verständlich zu machen seien. Hier will der ZAW nun aufklären und Transparenz schaffen.
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