ZAW: Bundestagswahl brachte Schub in die Direkt- und Außenwerbung

Mittwoch, 19. Mai 1999

Die Werbung der politischen Parteien hat im vergangenen Jahr für überproportionales Wachstum bei den Postwurfsendungen und der Außenwerbung gesorgt. Das zeigt die neueste ZAW-Statistik. Insgesamt 59,3 Milliarden Mark hat die Wirtschaft im vergangenen Jahr in die Werbung gesteckt, 41,1 Prozent davon konnten die Medien als Einnahmen verbuchen - ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich überproportional wuchsen die Werbung per Post (plus 14,9 Prozent auf 6,8 Milliarden Mark) und die Außenwerbung. Sie konnte nach einem Einnahmenminus 1997 im Wahljahr um 9,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Mark zulegen. Von allen Werbeträgern, die im Rahmen der ZAW-Statistik erfaßt werden, zeigen allein die Zeitungssupplements 1998 wieder eine negative Entwicklung: Ihre Werbeeinnahmen sanken nominal um 14,7 Prozent auf 180,5 Millionen Mark. Zu den Branchen, die wesentlich zum Wachstum beigetragen haben, zählen 1998 neben der Automobilindustrie als größter Werbebranche noch die Telekommunikation, die Finanzwirtschaft sowie die Energieversorger.
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