Yello siegt im Markenstreit gegen Go Yellow

Mittwoch, 07. Juni 2006

Der Energieanbieter Yello Strom hat in einem Markenrechtsprozess vor dem Münchner Landgericht einen Sieg gegen die Internetauskunft Go Yellow errungen. Das Gericht untersagte dem Münchner Unternehmen die weitere Verwendung seiner bisherigen Firmenbezeichnung, der Internetadresse sowie des Firmenlogos. Gleichzeitig verurteilte das Landgericht Go Yellow zur Zahlung von Schadensersatz, dessen Höhe noch nicht feststeht. Die Begründung der Richter: Zwischen beiden Firmenbezeichnungen bestehe "Zeichenähnlichkeit und damit Verwechslungsgefahr". Go Yellow habe "mit der Verwendung der angegriffenen Bezeichnungen aber auch den Ruf der Klägerin ausgebeutet", so die Begründung weiter.

Eine Sprecherin von Go Yellow kündigte gegenüber HORIZONT.NET an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. "Wir kämpfen notfalls bis zum Bundesgerichtshof", so die Sprecherin. Das Unternehmen erwartet deshalb, dass sich der Rechtsstreit über 3 bis 4 Jahre erstrecken wird.

Die Internetauskunft des Betreibers Varetis ist nicht zum ersten Mal in einen Markenrechtsstreit verwickelt: Bereits 2004 hatte DeteMedien, Herausgeberin der "Gelben Seiten", versucht, Go Yellow die Nutzung seines Markennamens zu untersagen - allerdings ohne Erfolg. jh

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