Yello schickt "inneren Schweinehund" in Rente

Donnerstag, 17. Januar 2008
Muss abdanken: Der innere Schweinehund von Yello
Muss abdanken: Der innere Schweinehund von Yello

Der einst träge Strommarkt ist in Bewegung gekommen, die Kunden zeigen sich wechselfreudiger denn je. Grund genug für die EnBW-Tochter Yello, einen Kurswechsel in der Werbestrategie einzuleiten. Der Anbieter plant den baldigen Abschied von seiner Werbefigur "innerer Schweinehund", die von der Agentur Jung von Matt/Spree kreiert wurde. "Er hat seine Aufgabe erfüllt und kann daher in absehbarer Zeit in Rente gehen", sagt Yello-Sprecherin Eva Heringhaus auf Anfrage von HORIZONT.NET. Wie der neue Kommunikationsansatz des Unternehmens aussehen wird, will Yello noch nicht verraten.

Yello setzt seit Ende 2005 auf seinen eigentümlichen Werbeprotagonisten, der die Kunden zum Wechsel des Stromanbieters motivieren soll. Doch diese explizite Aufforderung scheint nun überflüssig: Während im Herbst 2005 laut GfK lediglich 34 Prozent der Deutschen einen Anbieterwechsel erwägten, waren es im vergangenen Herbst bereits über die Hälfte der Verbraucher. "Die deutschen Stromkunden haben ihren inneren Schweinehund überwunden, denn immer mehr Menschen wechseln ihren Anbieter", so Heringhaus.

Laut einer Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben 2007 rund 1 Million Kunden ihren Stromversorger gewechselt - der Branchendienst Verivox schätzt die Zahl mit 1,5 Millionen sogar noch höher. "Insgesamt haben inzwischen elf Prozent aller Privatkunden Verträge mit einem neuen Anbieter abgeschlossen", so ein BDEW-Sprecher gegenüber HORIZONT.NET. Als Hauptgrund für diesen Schritt geben über 80 Prozent der Wechsler in einer repräsentativen Umfrage des Verbands das Kriterium Preis an. 

Mehr zu diesem Thema in HORIZONT-Ausgabe 03/2007, die am heutigen Donnerstag, 17. Januar, erschienen ist.

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