Yello-Mutterkonzern EnBW wird erster nationaler Partner der WM 2006

Montag, 18. Februar 2002

Was "HORIZONT Sport Business" bereits am Mittwoch vergangener Woche vorab gemeldet hatte, hat sich jetzt konkretisiert: Der Yello-Mutterkonzern EnBW, Deutschlands drittgrößter Energieversorger, wird für geschätzte 12,5 Millionen Euro erster nationaler Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Das Unternehmen wird damit einer von sechs Förderern, die mit dem Kick-Event werben dürfen. Das haben Frank Beckenbauer, der Präsident des WM-Organisationskomitees (OK), und EnBW-Vorstandschef Gehard Goll an diesem Montag in Frankfurt bekannt gegeben.

Nach dem Ende der WM 2002 werden die Baden-Württemberger damit beginnen, die Sponsorship in ihr Marketing, etwa die aktuelle Kampagne mit Tom & Jerry (Agentur: O&M, Frankfurt), zu integrieren. Im Zentrum der Kommunikation wird die Konzernmarke stehen. Goll: "EnBW hinkt noch hinter dem Yello-Marketingerfolg hinterher."

Ziel ist, der europäischen Öffentlichkeit zu vermitteln, wie das Unternehmen aufgestellt ist - in diesem Rahmen werden begleitend, etwa in TV-Spots, auch die Konzernmarken wie Yello, Salamander und Tesion eine Rolle spielen.

Weitere fünf nationale Supplier werden noch gesucht. Von den 15 Weltpartnern, die insgesamt rund 685 Millionen Euro an den Weltfußballverband Fifa für die Nutzung der Marketingrechte überweisen, stehen bereits 9 fest: Adidas, Avaya, Budweiser, Coca-Cola, Gillette, McDonald's, Deutsche Telekom, Toshiba und Yahoo.

Dass die Ausrichter des Fußballfestivals schon zu einem solch frühen Zeitpunkt mit der Akquise der kommerziellen Partner begonnen haben, hat einen einfachen Grund: Das OK finanziert sich derzeit noch aus einem Darlehen des DFB. Einnahmequellen wie etwa den Ticketverkauf kann es erst kurz vor dem Event anzapfen. Denn vom gigantischen Erlös der WM aus dem Verkauf der Marketing- und TV-Rechte profitiert zunächst die Fifa.
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