Wowereit will Berlin zur Kreativ-Metropole machen

Mittwoch, 14. November 2007

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und sein prominent besetzter Beraterkreis Berlin Board haben ehrgeizige Pläne. Die Hauptstadt soll zum internationalen Zentrum für Kreative werden, verlautbarten sie nach einer ersten Sitzung des Gremiums am gestrigen Dienstag. Berlin als Anlaufstelle für Kreative "aus allen Bereichen" zu etablieren ist eines von vier Themenfeldern auf der Agenda des Boards. Ein weiteres Ziel: Die technologische Leistungsfähigkeit der Stadt soll erhöht werden, um sie als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen. Das Berlin Board wurde im Sommer gegründet, um das Profil der Stadt national und international zu schärfen. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Springer-Chef Mathias Döpfner, MTV-Geschäftsführerin Catherine Mühlemann und "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher. Zu den Aufgaben des Gremiums zählt unter anderem auch die Entwicklung einer Markenstrategie samt begleitender Kampagne.

Doch die geplante Entwicklung einer Dachmarke für die Stadt Berlin dauert länger als vorgesehen. Bei dem ersten Arbeitstreffen des am gestrigen Dienstag stand die Vergabe des Etats offiziell nicht auf der Tagesordnung. Ursprünglich wollte die Senatskanzlei den Sieger der Ausschreibung, an der sich rund 300 Agenturen beteiligt haben, bereits Mitte November verkünden. Auch die begleitende Kampagne mit einem Etat von 10 Millionen Euro, deren Start noch für dieses Jahr geplant war, soll erst 2008 beginnen. jh

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